Das sächsische Sondermaschinenbauunternehmen METROM stellt auf der in Kürze beginnenden Formnext 2022 eine mobile Reparaturfabrik vor. Das Herzstück der Anlage ist eine fünfachsige Pentapod-Konstruktion. Die Reparaturfabrik ermöglicht das Modifizieren und Bearbeiten von Teilen aus Metall, sowohl additiv als auch subtraktiv. Wir stellen METROMs mobile Reparaturfabrik einmal genauer vor.

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Der sächsische Sondermaschinenbauer METROM Mechatronische Maschinen aus Hartmannsdorf bei Chemnitz wird auf der Fachmesse Formnext am Stand C41 in Halle 11.0 seine neuesten Produkte präsentieren. Zu sehen sind laut einer Pressemitteilung, die das 3D-grenzenlos Magazin erreicht hat, Bearbeitungszentren und mobile CNC-Maschinen, die Werkstücke überwiegend hybrid, also additiv und in der gleichen Aufspannung auch subtraktiv bearbeiten können. Gemeinsam mit der Brandenburg Technischen Universität Cottbus (BTU) hat METROM die weltweit erste Mobile Reparaturfabrik entwickelt, die in einem oder zwei speziell angepassten 20-Fuß-Containern (jeweils 6 Meter) untergebracht ist. Die Fabrik ermöglicht eine additive und subtraktive Bearbeitung von Bauteilen in nur einer Maschine.

Fünfachsige Pentapod-Konstruktion

Das Herzstück ist eine Maschine von METROM, die im Container genutzt oder diesem auch entnommen werden kann. Die fünfachsige Pentapod-Konstruktion basiert auf dem Konzept der Parallelkinematik. Die Größe der Pentapod-Konstruktion ist nicht limitiert.

Marcus Witt, Chief Technology Officer bei METROM, sagte:

„Im Vergleich zu konventionellen Werkzeugmaschinen haben wir das Bearbeitungsprinzip quasi umgedreht. Denn das Werkstück wird bei uns nun nicht mehr auf einem Maschinentisch zur Bearbeitung in Position gebracht, sondern die Spindel bewegt sich umgekehrt so um das Bauteil, dass damit eine fünfachsige und hochdynamische Fertigung möglich ist. Das sorgt für mehr Flexibilität und Präzision.“

Durch die Ikosaeder-Konstruktion zeichnet sich die METROM-Anlage durch eine um das 50-fache höhere Steifigkeit im Vergleich zum Roboter. Auf dem Markt sei dies laut Witt ein Alleinstellungsmerkmal.

Marcus Witt vor der Reparaturfabrik
Marcus Witt vor der gemeinsam mit der BTU Cottbus entwickelten Mobilen Reparaturfabrik, die im Zentrum des METROM-Messeauftritts auf der Formnext steht. Die mobile Pentapod-Anlage kann sowohl in dem Container mit anhebbarem Dach als auch außerhalb genutzt werden. Sie ermöglicht die additive Bearbeitung mit dem DED-Verfahren und in derselben Aufspannung das Fräsen für die Feinmodellierung des Bauteils (Bild © METROM).

Weitere Details zur Mobilen Reparaturfabrik

Beispiel Polymerisationsreaktor
An einem Polymerisationsreaktor für die Herstellung von Kunststoff mit einem Durchmesser von 5,50 Meter sorgt die mobile METROM-Maschine umlaufend für die Vorbereitung einer Nut-Feder-Verbindung zur mechanischen Verklammerung von zwei Segmenten. Die Bearbeitung nahm vor Ort je Segment vier Tage in Anspruch. Hätte diese nicht im Kundenwerk durchgeführt werden können, wäre ein deutlich zeitaufwendigerer und kostspieligerer Transport mit Sondergenehmigungen erforderlich gewesen (Bild © METROM).

In der Mobilen Reparaturfabrik kann die Direct Energy Deposition für die Bearbeitung von Teilen aus Metall genutzt werden. Dazu wird mit einem Lichtbogen oder Laser aufgeschmolzener Metalldraht lagenweise aufgetragen und generiert oder repariert so das metallische Bauteil. In der gleichen Anlage lässt sich das Bauteil fräsen. So spart der Anwender Kosten und sehr viel Zeit. METROM möchte mit seiner mobilen Maschine Branchen wie Öl- und Gasindustrie, Schiffsbau oder auch in häufig fernab gelegenen Bergbauanlagen und Minen, Chemieunternehmen oder Kraftwerke erreichen. Die Reparaturfabrik kann schnell vor Ort eingesetzt werden. Lassen sich Großbauteile schneller modifizieren oder reparieren, sparen Unternehmen deutlich an Bearbeitungszeit und vermeiden kostspielige Ausfallzeiten. Die Maschine ist außerdem in der Lage, mit Kunststoff zu arbeiten.

Auf dem Nachbarstand von METROM finden Besucher der Formnext Bionic Production, das seine Mobile Smart Factory präsentiert, die ebenfalls in einem Seecontainer untergebracht ist. Auch da wird die Hybrid-Anlage von METROM genutzt, sie kann jedoch in diesem Fall nicht herausgenommen und separat eingesetzt werden. Die BTU informiert auf dem METROM-Stand über 3D-gedruckte Titan-Bauteile für die Luftfahrtindustrie. Ein weiterer Kooperationspartner von METROM, Oscar PLT stellt seine Laser-Schweißköpfe für die additive Fertigung und Reparatur vor. Das Partnerunternehmen 1A Technologies zeigt Besuchern einen Extruder mit einer patentierten Steuerung der Bypass-Düsen. Witt erklärt abschließend, dass die Besucher der Formnext ein höchst interessantes Portfolio erwartet.

Video: Mobile Repaif Factory von METROM

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