PrintFoam, eine Ausgründung des MIT, hat die Markteinführung eines großformatigen Schaumstoff-3D-Druckers angekündigt. Als 3D-Druck-Material wird Harz verwendet. Die Entwickler sehen mit ihrem 3D-Drucker die Möglichkeit, schnell größere Mengen von Material zu verarbeiten, ohne dabei die Druckauflösung zu beeinträchtigen. Wir stellen die bisherigen Details zum 3D-Drucker und das Verfahren einmal genauer vor.

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Das 3D-Druck-Unternehmen PrintFoam, eine Ausgründung aus dem MIT, hat laut einer Pressemitteilung hat einen Großformat-Schaumstoff-3D-Drucker auf den Markt gebracht, der aus Harzen Schaumstoffteile herstellt. Das junge Unternehmen nutzt dazu eine neuartige optische Musterungstechnik, die innerhalb weniger Minuten sperrholzgroße Platten aus 3D-gedrucktem Schaumstoff ermöglicht. Schon vor vier Jahren hat die Case Western University ein Verfahren vorgestellt, das den 3D-Druck hochelastischer und robuster 3D-Druck-Objekte aus Schaumstoff ermöglicht.

So funktioniert der 3D-Druck von Schaumstoffobjekten

Styropor und 3D-gedruckter Schaumstoff (Vergleich)
Vergleich 3D-gedrucktes Stück Schaumstoff (rechts im Bild) und Styropor (links im Bild)(Bild © Julia Fuchs, MIT).

Die optische Musterungstechnik erzeugt Gasblasen in flüssigem Photopolymerharz, die im Anschluss zu geschlossenzelligen Schaumteilen führen. Matt Pearlson vom MIT-Labor für Luftfahrt und Umwelt hatte die Idee zum 3D-Druck von Schaum mit Harz. Die daraus entstandene Technologie befindet sich derzeit in der Beta-Phase und soll künftig Wandpaneele für den Einsatz im Bauwesen und die Innenausstattung von Wohnungen und Büros ermöglichen. Pearlson zeigt sich optimistisch, was den 3D-Druck von Schaumteilen angeht und denkt dabei an Einsatzbereiche wie Sportartikeln über Zahnspangen bis hin zu Autositzen oder architektonischen Elementen.

Es wird erwartet, dass das neue System die Fertigung mit einem Umfang und einer Geschwindigkeit „revolutioniert“, auf die es ankommt, wie PrintFoam in der Pressemitteilung erklärt. Pearlson zufolge erweitert das neue PrintFoam-System die Fähigkeit, umfassende Lösungen für Kunden bereitzustellen, die nach Möglichkeiten suchen, schnell viel Material zu drucken, ohne die Auflösung zu beeinträchtigen. Mit einem Abonnement unseres Newsletters bleiben Sie über diese und andere Neuigkeiten aus der Welt des 3D-Drucks auf dem Laufenden.

zwei Behälter, links Harz, rechts Schaumstoff
Die Forscher von PrintFoam entwickelten eine Methode, mit der sie 3D-gedruckten Schaumstoff herstellen (im Bild: links Glas mit Harz, dazwischen Pfeil mit „our IP“ und rechts Glas mit Schaumstoff)(Bild © PrintFoam).

Stimmen zum 3D-Druck von Schaum

Dr. David Walker, Mitbegründer von Azul 3D und Vorsitzender des Executive Advisory Board der Photopolymer Additive Manufacturing Alliance, sagte:

„Es ist wirklich bemerkenswert, und ich habe so etwas noch nie gesehen. Jeder auf dem Gebiet versucht, das Verhalten traditioneller Schäume mithilfe von Kunststoffgittern nachzuahmen, die durch Computermodelle hergestellt werden. Diese Modelle sagen den Ingenieuren immer wieder, dass sie Gitter mit kleineren Streben und kleineren Einheitszellen erzeugen sollen. Im Wesentlichen schreit der Computer den Ingenieur an, damit aufzuhören, was er tut, und einen Schaum für die Anwendung zu verwenden. Als Gemeinschaft haben wir nicht zugehört und darauf reagiert.“

Pearlson sagte:

„Langfristig würde ich gerne sehr großflächige Dinge wie Müllwagen drucken. Ich stelle mir gerne eine Welt vor, in der ein Müllwagen die Straße hinunterrollt und man nicht einmal merkt, dass er da ist: Er ist leicht, elektrisch, leise. Müllwagen sind teuer in der Wartung und fast so schwer, wenn sie leer sind, wie wenn sie voller Müll sind. Sie haben nicht nur einen schlechten Benzinverbrauch, sie nutzen auch ihre Bremsen schnell ab, und die Reparatur und der Austausch dieser sind teuer. Wenn Sie diese Fahrzeuge elektrifizieren, entstehen viel niedrigere Betriebskosten. Es ist ein besserer urbaner oder vorstädtischer Lebensstil, weil Sie nicht diese große schwere Ausrüstung haben. Dasselbe gilt für Busse.“

Pearlson an 3D-Drucker mit 3D-gedrucktem Schaumstoff
PrintFoam ist eine Ausgründung aus dem MIT (im Bild: Pearlson 2018 an 3D-Drucker mit 3D-gedrucktem Stück Schaumstoff)(Bild © Julia Fuchs, MIT).

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