Xact Metal:

Neuer „XM200“ Metall-3D-Drucker kann bis zu 1,5 Meter Material pro Sekunde verschmelzen

Das erst in diesem Jahr gegründete Unternehmen Xact Metal stellte gerade seinen laserbasierten industriellen Metall-3D-Drucker XM200 vor, dessen Anschaffungskosten bei 120.000 US-Dollar liegen sollen. Sowohl das Gerät als auch der Hersteller selbst überraschen in einigen Punkten.

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Xact Metal LogoDa das Unternehmen Xact Metal erst in diesem Jahr gegründet wurde, könnte es als eines der jüngsten 3D-Druck Startups in die Geschichte eingehen. Die Firma ist aber nicht auf der Suche nach Bargeld, um ihr Produkt auf den Markt bringen zu können, sondern sie hat ihren 3D-Drucker bereits am 04. Mai 2017 zum ersten Mal auf der „RAPID + TCT“ präsentiert.

Der XM200 sei Teil der „Xact Mission“, die „Metall-Additiv-Fertigungssysteme für kleine bis mittelständische Unternehmen, Forschungslabore und Universitäten erschwinglich zu machen“.

„Der XM200 ist unser erster industrieller 3D-Drucker und bietet eine hervorragende Leistung und Erschwinglichkeit“, äußerte Juan Mario Gomez, CEO von Xact Metal. „Wir glauben, dass er einen großen Einfluss auf die Kunden des Additiven Manufacturings hat.“

Aber wie kann ein so unbekanntes Unternehmen einen Laser-basierten Metall-3D-Drucker in so kurzer Zeit herstellen?

Diese Frage lässt sich relativ einfach beantworten: Bei den Mitarbeitern und Führungskräften von Xact Metal handelt es sich keineswegs um Neulinge. So gab Gomez, der früher bei General Electric gearbeitet hat, an über 25 Jahre Berufserfahrung in Tech-Bereichen zu verfügen. Der Cheftechniker Matt Woods war sowohl bei SpaceX als auch bei Penn State CIMP-3D, einer additiven Fertigungsforschungseinrichtung, tätig. Einer der Berater des Unternehmens, Tim Simpson, ist an der Penn State University als Professor für Maschinenbau und Ingenieurwissenschaften tätig.

Natürlich ist auch so das plötzliche Auftreten des XM200 noch etwas überraschend. Xact gab an, finanzielle Unterstützung von Ben Franklin Technology Partners erhalten zu haben. Gomez gab zudem an „fast unendliche Ressourcen und Unterstützung“ von der Penn State University erhalten zu haben. Somit spielten beide Unterstützer bei der Entwicklung des neuen Metall-3D-Druckers eine wichtige Rolle.

Modell des Xact Metal XM200 3D-Druckers
Vorderansicht des laserbasierten Xact Metal XM200 Metall-3D-Druckers. (Bild: © xactmetal.com)

Was bietet der Xact Metal XM200?

Der Metall-3D-Drucker verfügt über eine Baugröße von 12,7 x 12,7 x 12,5 cm, einen 250 W Faserlaser sowie einen zum Patent angemeldeten Hochgeschwindigkeitslaser, der das Material mit Geschwindigkeiten von bis zu 1,5 m/s verschmilzt. Sein Ladestrahl sei „ständig orthogonal über die gesamte Pulverbettoberfläche“ gerichtet. Dadurch ist es möglich, „konsistente Verschmelzungseigenschaften im gesamten Baubereich zu erzeugen“.

„Der XM200 ist nach den Bedürfnissen der Kunden konzipiert“, erklärte Woods. „Das große Bauvolumen bietet eine große Flexibilität, um eine Vielzahl von Teilen zu drucken. Das System ist sehr gut zugänglich und einfach zu bedienen. Seine moderne Softwarearchitektur ist gestrafft, intuitiv und unterstützt visuelle Workflows. Und mit seiner kompakten Abmessung ermöglicht der XM200 Kunden, ein oder mehrere Systeme in ihre Arbeitsbereiche zu stellen.“

Zum ersten Mal präsentiert wurde der XM200 im letzten Monat auf der RAPID + TCT. Im Laufe des Jahres wird er auf weiteren Messen vorgestellt, so unter anderem vom 10. bis 12. Oktober auf der Additiven Manufacturing Conference in Knoxville (US-Bundesstaat Tennessee), vom 14. bis 17. November auf der in Frankfurt am Main stattfindenden Formnext sowie vom 04. bis 07. Dezember auf der Defence Manufacturing Conference in Tampa (US-Bundesstaat Florida).

Derzeit nimmt Xact Metal bereits Aufträge für den XM200 an, dessen Verkaufspreis auf 120.000 US-Dollar festgelegt wurde. Der Versand der Metalldrucker soll im September 2017 starten. Über alle Neuigkeiten zu dem Gerät berichten wir in Zukunft in unserem kostenlosen 3D-Drucker-Newsletter.

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