Betonbauten:

Österreichischer BauMinator kann den 3D-Druck mit Beton revolutionieren

Der vom österreichischen Unternehmen Baumit entwickelte BauMinator könnte das Potenzial haben, den 3D-Druck im Hausbau ein gutes Stück weiterzubringen.

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Die österreichische Firma Baumit Wopfinger liefert mit dem BauMinator nun erstmals eine kleine Revolution. Drei Jahre haben sich die Mitarbeiter mit dem Thema beschäftigt. Das revolutionäre Drucksystem im BauMinator vereint das 3D-Druck-Verfahren mit einem Spezialmörtel. Damit werden hochkomplexe Bauteile und Formen aus Beton einfach und kostengünstig hergestellt.

Modell des BauMinators
Georg Bursik, Geschäftsführer von Baumit Wopfinger, präsentiert ein Modell des BauMinators. (Bild: © Baumit/Madzigon)

Georg Bursik, Geschäftsführer von Baumit Wopfinger zeigt sich in einer Pressemitteilung des Unternehmens begeistert. „Der Spezialmörtel im BauMinator ermöglicht Formen aus Beton, die auf herkömmliche Weise gar nicht möglich wären.“ Bauteile, Objekte und Formen zwischen 50 Zentimeter und 5 Meter Größe können mit dem BauMinator gedruckt werden. Betonfertigteile, Rohre, Schächte, Zaunelemente, Outdoor-Möbel, Dekor oder Kunstobjekte, die Auswahl ist fast grenzenlos.

Der Mörtel wird beim 3D-Druck punktgenau positioniert und aufgebaut. Überhänge, doppelte Krümmungen oder auch einfach nur gerade Objekte, mit dem BauMinator ist dies möglich. Für Baufirmen ist es auch finanziell lohnend. Rechnet sich die Schalung nicht, oder benötigt man Kleinserien, dann ist der BauMinator hier eine günstige Lösung.

BauMinator Betonsessel
Der Baumit Geschäftsführer sitzt in einem von einem BauMinator gedruckten Betonsessel. (Bild: © Baumit/Madzigon

Digitale Bauten

Einen Schritt weiter gehen die Schweizer. Gemeinsam mit Partnern aus der Wirtschaft entwickeln 8 Professuren der ETH Zürich das dreigeschossige DFAB House. Das Haus ist digital entworfen, geplant und mit digitalen Prozessen gebaut. Mesh Mould kommt hier zur Anwendung, eine Technologie, die das Bauen mit Beton revolutionieren könnte. Der „In situ Fabricator“, ein zwei Meter großer Bauroboter hat hier eine entscheidende Rolle. Selbst in einer sich ständig ändernden Umgebung bewegt sich der Bauroboter autonom. Das dabei entstandende Stahldrahtgitter sorgt dafür, dass die spezielle Betonmischung nicht heraus kommt und innerhalb des Gitters bleibt. Die entstandene doppeltgekrümmte, tragende Wand wird die Architektur des offenen Wohn- und Arbeitsbereiches im Basisgeschoß prägen.

Die Forschung im 3D-Betondruck geht zügig voran. Es bleibt zu abzuwarten, wie sich die Technologie weiterentwickeln wird. Die momentanen Fortschritte lassen Gutes erahnen.

Mehr News aus diesem Bereich: Die TU Dresden forscht mit dem CONprint3D an einer Lösung für eine ideale Materialzusammensetzung für den 3D-Druck aus Beton. Mit dem CyBe RC 3Dp hat das niederländische Unternehmen CyBe einen ersten mobilen 3D-Betondrucker präsentiert. Weitere Entwicklungen zum 3D-Druck mit Beton erhalten Sie auf unserer Themenseite „3D-Druck im Hausbau“ und regelmäßig kostenlos im Newsletter von 3D-grenzenlos (jetzt abonnieren).

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