Alex Goad, ein Industriedesigner aus Australien, schuf eine künstliche Riffstruktur, die laut einem Artikel in der australischen Presse in der National Gallery of Victoria zu sehen ist. Mit 3D-Druck gelang es ihm, einen Bogen aus miteinander verbundenen Modulen zu entwerfen. Die Ausstellung, zu der auch sein Bogen gehört, soll durch Design, Technologie und Wissenschaft zeigen, wie die Zukunft aussehen könnte.

Details zur 3D-gedruckten Riffstruktur

Der 3D-gedruckte Bogen zeigt eine leuchtend Weiße, gitterartige Konstruktion, die sich gut anfassen lässt und groß genug ist, dass sie von Besuchern von innen erlebt werden kann. Cluster derselben Module befinden sich auf den Malediven auf dem Meeresboden vor Summer Island. Vor drei Jahren haben Taucher die Elemente zusammengesetzt. Heute sind sie mit Korallen, Schwämmen und Algen bewachsen und bieten den Meeresbewohnern ein Zuhause.

In einem Lagerhaus in Melbourne befinden sich die 3D-Drucker, mit denen die Bögen entstanden sind. Die 3D-gedruckten Prototypen werden verfeinert und wenn das Produkt fertig ist, mit traditionellen Beton- oder Keramikgusstechniken hergestellt. Das modulare künstliche Riffsystem (MARS) auf den Malediven soll kostengünstig und einfach zu installieren sein. Es wurde für den Bau von Riffen in tropischen und gemäßigten Gewässern entwickelt. Für das Living Seawall-Programm des Sydney Institute of Marine Science (SIMS) hat Goad Platten hergestellt, die am Hafen von Rushcutters Bay und am Milsons Point unter der Brücke, in Balmain und Barangaroo an flache Hafenmauern befestigt wurden. Wir haben das Projekt im Frühjahr 2020 erstmals vorgestellt.

Zuerst siedelte sich an der Seawall eine Algenschicht an, gefolgt von kleinen Schalentieren und Algen. Es zeigte sich, dass die Zahl der Fische, Algen und wirbellosen Tiere in Gebieten mit derartigen Wänden um bis zu 36% gestiegen ist.

Goad erklärt:

„In diesen stark degradierten, völlig veränderten, unnatürlichen Umgebungen versuchen wir mit diesen Werkzeugen und Methoden eine Art Hybrid zwischen dem, was natürlich wachsen würde, und dem, was wir als vom Menschen geschaffene Struktur umsetzen müssen, um die Ökologie zu verbessern. Aber wenn wir diese neuen und ökologisch gestalteten Strukturen vorschlagen, müssen wir wissen, dass sie funktionieren und dass sie nicht zu einem Zufluchtsort für zum Beispiel invasive Arten werden. Deshalb ist die Zusammenarbeit mit Forschern so wichtig.“

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