Die bayerische FIT AG hat in Zusammenarbeit mit dem Architekten Oliver Tessin einen acht Meter hohen Altar mit einem 3D-Drucker hergestellt. Der 3D-gedruckte Altar setzt sich aus mit organischen Zellstrukturen vergleichbaren geometrischen Formen zusammen und wurde für die Pfarrkirche St. Laurentius in Bayern gedruckt. Das beeindruckende Retabel wird im Frühjahr 2019 feierlich eingeweiht.

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Von der FIT Manufacturing Group wurde jetzt ein acht Meter hohes Kirchenobjekt für die Pfarrkirche St. Laurentius im bayerischen Altmühldorf mit einem 3D-Drucker gedruckt. Bei dem 3D-Objekt handelt es sich um ein Retabel, eine Altarskulptur, die als räumlicher Abschluss hinter einem Altartisch dient. Sie ragt gemäß einer Pressemitteilung in einer Höhe von acht Metern in den Chorraum empor.

Filigrane Form, ähnlich einer organischen Zellstruktur

Altar aus dem 3D-Drucker
Der 8 Meter hohe Altar aus dem 3D-Drucker (Bild Oliver Tessin, studiotessin)

Die filigrane Formgebung ist mit einer organisch gewachsenen Zellstruktur vergleichbar, ästhetisch mit einer goldfarbenen Oberfläche geadelt. Das moderne Retabel fügt sich trotz Stilbruch ohne Probleme in den Kontext der Kirche ein, schreibt das Unternehmen in seiner Mitteilung. Die Philosophie der gotischen Architektur und die moderne, organische Formgebung haben beeindruckende Gemeinsamkeiten. Die Schichtaufbautechnologie des 3D-Drucks ermöglicht die Fertigung komplexer 3D-Strukturen basierend auf Vorbildern der Natur.

Der Architekt Oliver Tessin war für den digitalen Entwurf des zellularen Strukturobjekts verantwortlich und stellt das Projekt auf seiner Website vor. Das künstlerische Konzept der Kirchenmodernisierung lieferte das Künstlerduo „Empfangshalle“ um Corbinian Böhm und Michael Gruber. Die herausfordernde technische Entwicklung und Umsetzung in ein physisches Objekte übernahm die FIT Additive Manufacturing Group mit Hilfe der 3D-Drucker.

3D-Druck perfekt für organische Formen

Wie Bruno Knychella, der Projektingenieur für großformatige 3D-Objekte bei FIT ist, in der Pressemitteilung erklärte, lassen sich organische Formen perfekt mit dem 3D-Druck umsetzen. Die Einzelbestandteile des Retabels werden im SLS-Verfahren per Laser aus weissem Polyamid gedruckt. Im Anschluss erfolgt eine Goldbeschichtung mit einer von FIT entwickelten Methode. Im Frühjahr 2019 wird Kardinal Reinhard Marx den Altar feierlich einweihen. Kreativ war die FIT AG auch bei der Entwicklung ihres Messestandes für die formnext. Wer den 3D-gedruckten Messestand der FIT AG besuchen möchte, findet das Unternehmen noch bis Freitag in Halle 3.1, am Stand F88.

Teilausschnitt des Retabels
Die filigrane Formgebung des Objekts ist mit einer organisch gewachsenen Zellstruktur vergleichbar (Bild © FIT AG).

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