Der Sportartikelhersteller adidas hat in einem Einkaufszentrum in Dubai seinen neuen Flagshipstore mit einer modulare aufbaubaren Außenfassade ausgestattet, die vollständig mit einem 3D-Drucker hergestellt wurde. Das in den Vereinigten Arabischen Emiraten tätige 3D-Druck-Unternehmen Proto21 druckte für die 32 Meter lange Fassade 1.008 Komponenten in 20.160 Stunden.

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Dem 3D-Druck-Dienstleister Proto21 aus den Vereinigten Arabischen Emiraten ist es mit 1.008 3D-gedruckten Teilen gelungen, eine 32 Meter lange modulare Fassade für den neuen Flagshipstore von adidas in der Dubai Mall herzustellen.

Neuer adidas Flagship Store in der Dubai Mall Außenansicht
Für den neuen adidas Flagshipstore hat Proto21 1.008 Teile in 3D gedruckt (im Bild: Außenansicht des Stores) (Bild © Proto21).

Pir Arkam, Gründer und CEO von Proto21, erklärt, dass es sich hierbei um das größte Modell aus einem 3D-Drucker im Nahen Osten handelt. Es sei außerdem das größte modulare 3D-Druck-Objekt. Die einzelnen Teile sind 200 x 200 x 180 mm groß. Bis alle Komponenten gedruckt waren, dauerte es mehr als 20.160 Stunden. Für einen einzelnen 3D-Drucker bedeutet das eine Arbeit von 28 Monaten. Die 3D-Druck-Produktionsanlage von Proto21 ist mit einigen 3D-Druckern von Prusa ausgestattet. Mit diesen war das Unternehmen in der Lage, das Projekt und dessen Installation in 3 Monaten zu erledigen. Für den 3D-Druck wurden dabei 450 kg rPLA-Filament von Filamentive eingesetzt.

Der 3D-Druck der Objekte benötigte lediglich 2016 kWh an Energie, was ihn für Arkam zu einer idealen Produktionsmethode macht. Die Geometrie der einzelnen Module lässt sich außerdem nicht oder nur schwer durch Spritzguss replizieren.

3D-Druck von Fassaden

Mit dem 3D-Druck ist bei Fassaden vieles möglich. Branch Technology zum Beispiel hat erst vor Kurzem eine 3D-gedruckte Außenfassade für ein modernes Bankgebäude der Federal Credit Union (TVFCU) in Tennessee Valley vorgestellt. Eine sehr ausgefallene, futuristische Fassade gab es auch von der gemeinnützigen Gruppe Terreform ONE, die mit dem Monarchfalter-Schutzgebiet ein ungewöhnliches Konzept präsentierten. Auch im Inneren ermöglicht der 3D-Druck einige Kunstwerke. Bottletop eröffnete 2018 in London einen Laden mit einer komplett in 3D-gedruckten Innenfassade.

Dass adidas sich für seinen neuen Flagshipstore für einen 3D-Druck-Dienstleister entscheidet, überrascht nicht. Das Unternehmen selbst nutzt für seine Zwischensohlen mittlerweile schon oft den 3D-Druck und wird diese Technologie vermutlich auch weiterhin stark in seine Produktion integrieren.

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