3D-Druck hilft bei aufwendigen Keramikstrukturen:

Schweizer Forscher stellen weltweit ersten Abgaskatalysator aus dem 3D-Drucker vor, der den CO2-Ausstoß von Benzinfahrzeugen deutlich reduzieren kann

 7. Dezember 2017  Andreas Krämer  

Im Rahmen eines Schweizer Forschungsprojektes wurde weltweit erstmals mit Hilfe von einem 3D-Drucker ein neuartiger Abgaskatalysator für Benzin-Autos, der den Ausstoß von CO2 noch weiter reduzieren kann, erfolgreich hergestellt. Die in dem 3D-Katalysator enthaltene Keramikstruktur konnte mit Hilfe von 3D-Druck hergestellt werden. Die Forschungsanstalt Empa prüft jetzt einen testweisen Einsatz auf der Straße.

Die Eidgenössische Material-, und Forschungsanstalt Empa aus der Schweiz hat mit Hilfe von einem 3D-Drucker einen Abgaskatalysator entwickelt, dessen neue Polyeder-Geometrie die Schadstoffe des künstlich erzeugten Abgasstroms des Empa-Modellgasreaktors noch besser reinigte als der Schaum-Katalysator, der im Jahr 2012 gedruckt wurde.

Nach ersten erfolgreichen Laborversuchen mit kleinen Modell-Kats wird nun ein Nachfolgeprojekt vorbereitet. Ein 3D-Kat in Originalgröße, der in ein Prototypenfahrzeug eingebaut, auf dem Prüfstand und schließlich auf der Strasse getestet werden soll, heißt es in einer Pressemitteilung . Als nächstes soll die Mikrowellenheizung integriert werden

Die Mikrowellenheizung soll den Katalysator vorheizen und die CO2-Belastung vermindern. Seit rund zwei Jahren forscht das Empa mit Unterstützung des Schweizerischen Nationalfonds (SNF) und des Bundesamts für Umwelt (BAFU) an einer Lösung des Kaltstartproblems. Beim Kaltstart entstehen hohe Abgasmengen, die mit dem Vorheizen des Katalysators durch die Mikrowellenheizung verringert werden könnten.

Nach einer wissenschaftlichen Studie aus dem Jahr 2013 kann der Einsatz von 3D-Druckern zuhause einen erheblichen Beitrag zum Umweltschutz leisten. In Neuseeland soll bald das Elektroauto „The Drop“ aus dem 3D-Drucker auf den Strassen unterwegs sein. Die Reichweite des dreirädrigen umweltfreundlichen Fahrzeugs liegt bei 300 Kilometern und Zielgruppe sollen vor allem Pendler sein. Über 50 weitere Beispiele zum Einsatz von 3D-Druck im Rahmen von Umweltschutzmaßnahemen finden Sie auf unserer Themenseite „3D-Druck und der Umweltschutz„.

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