Der russische Fond für Perspektivenforschung hat Tests mit Kugeln aus dem 3D-Drucker für Waffen durchgeführt. Nach seinen Angaben wurde die Munition in einem dem Laser-Sintern ähnlichem Verfahren hergestellt, bei dem Metallpulver Schicht für Schicht geschmolzen und additiv aufgebaut wird.

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Logo russischer Fond für Perspektivforschung.Gerade das russische Militär scheint derzeit keine Woche verstreichen zu lassen, ohne dass es neue militärische Anwendungsmöglichkeiten für den 3D-Druck ankündigt, die beispielsweise bei Drohnen, Panzern und anderen Waffen zum Einsatz kommen können. Der russische Fond für Perspektivenforschung hat jetzt in einer Pressemitteilung darüber berichtet, dass umfangreiche Tests mit Munition aus dem 3D-Drucker zu positiven Ergebnissen geführt haben.

Die Forscher verwendeten für den Druck eine Form des Laser-Sinterns, bei dem das Metallpulver Schicht für Schicht verschmolzen wurde. Dadurch Nähte und andere Schwachstellen verhindert. Natürlich ist der 3D-Druck nicht das schnellste Verfahren zur Herstellung von Munition, zeigt aber auf, welch unterschiedliche Designs und Verwendungen möglich sind.

Gedruckte Gewehrkugel.
Diese Munition wurde von den russischen Forschern mittels 3D-Druck hergestellt. (Bild: © fpi.gov.ru)

Geprüft wurden die 3D-Kugeln vom Fond sowie vom Unternehmen JSC Tsniitochmash. Die Schießergebnisse zeigen, dass die Kugeln die erforderliche Durchschlagskraft besitzen und genauso effektiv wie konventionell hergestellte Munition arbeiten.

Der legendäre Waffenhersteller Ischmasch, welcher das international bekannte Sturmgewehr Kalaschnikow AK-47 herstellt, schlug bereits im Februar dieses Jahres vor, für den Bau eines neuen Sturmgewehrs den 3D-Druck zu nutzen. Das russische Unternehmen Stankoprom wurde daraufhin von Ischmasch beauftragt, einige 3D-Druck-Metallteile für neue Waffen zu produzieren.

Der russische Verteidigungssektor könnte somit der größte Bereich des Landes sein, der die 3D-Druck-Technologie nutzt. Weltweit ist dies ein sehr umstrittenes Thema. Der 5. US Circuit Court of Appeals sprach sich bereits dafür aus, den Online-Vertrieb von 3D-druckbaren Waffenkonstruktionen als illegal einzustufen und entsprechend zu verfolgen.

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