Im indischen Bengalaru wird mit einem 3D-Drucker ein Gebäude gebaut, das zukünftig als Postamt dienen soll. Für den Bau verantwortlich sind L&T Constructions und Beteiligte des IIT Madras. Der 3D-Druck einfacher Postämter ermöglicht in Indien auch Gebäude dort, wo sie sonst finanziell nicht möglich wären. Die Projektkosten sollen so 75 % geringer sein als beim konventionellen Bau.

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Das Nachrichtenmagazin Timesnow News berichtet in einem Artikel über das erste 3D-gedruckte Postamt im indischen Bengalaru. Der 3D-Druck macht es möglich, dass der gesamte Bau in einem Monat abgeschlossen wird, heißt es in dem Artikel. Das Gebäude liegt im Cambridge Layout im Halasuru-Areal und hat drei Stockwerke. Das Ministerium für Wohnungswesen und Stadtentwicklung hat den Bau, der von L&T durchgeführt wird, genehmigt.

Projektkosten senken

Zweistöckiges Haus aus dem 3D-Drucker
Anfang 2021 haben wir über ein 3D-gedruckte Haus (im Bild) in Indien berichtet, das aus zwei Stockwerken besteht (Bild © L&T Construction).

Experten gehen davon aus, dass der 3D-Druck die Projektkosten auf ein Viertel der Ausgaben für ein herkömmliches Modell senkt und die Bauzeit erheblich verkürzt wird. Der Chief Post Master General des Karnataka Circle, S. Rajendra Kumar, erklärt, dass ein rund 93 Quadratmeter großes Gebäude aus dem 3D-Drucker weniger als 100.000 Rupien kostet, was rund 1.250 Euro entspricht. Das sind laut einem weiteren Artikel rund 25 % der traditionellen Projekt- und Baukosten für ein solches Gebäude in Indien.

Das Bau-3D-Druck-Unternehmen L&T aus Indien hat die Gebäudeentwürfe für den Bau der Post eingereicht. Das Projekt wird mit dem IIT Madras durchgeführt. Indiens erstes 3D-gedrucktes Haus entstand auf dem Campus des IIT Madras. Das Gebäude ist 55,74 Quadratmeter groß und besteht aus einem Schlafzimmer, einem Flur und einer Küche. Die Verantwortlichen gehen davon aus, dass mit der kostengünstigen 3D-Druck-Technologie weitere Postämter in Gebieten entstehen werden, in denen es derzeit keine gibt.

Konstruktions-3D-Druck in Indien

In den vergangenen Jahren wurden schon einige 3D-Druck-Projekte im Bauwesen in Indien umgesetzt. Das Indian Institute of Technology Madras (IIT) fertigte gemeinsam mit Tvasta Manufacturing Solutions im Jahr 2018 ein Haus in nur 3 Tagen mit dem 3D-Drucker. Im April 2021 wurde ein 3D-gedrucktes Haus, das mit der Wohltätigkeitsorganisation Habitat for Humanity realisiert wurde, eingeweiht.

Zu Beginn dieses Jahres hat Simpliforge Creations Südasiens und Indiens größten Bau-3D-Drucker für Objekte bis 7 m Höhe vorgestellt. Im März haben wir darüber berichtet, dass auch das indische Militär die Vorzüge des 3D-Drucks erkennt und Wohneinheiten für Angehörige mit dem 3D-Drucker bauen lässt. Um den Bau-3D-Druck in Indien weiter voranzubringen, erhielt das IIT Bombay ein Bau-3D-Druck-System von Deltasys E-Forming. Das IIT Bombay wird diesen für Forschungszwecke einsetzen. Bleiben Sie über diese und andere Neuigkeiten aus der Welt des Bau-3D-Drucks auf dem Laufenden und abonnieren Sie unseren Newsletter.

Korrektur: In einer früheren Version des Textes hieß es, die Projektkosten wären um 25 % gesunken. Korrekt muss es gemäß der Quelle lauten, die Kosten sind mit Einsatz von 3D-Druck um 75 % gesunken, auf 25 % der üblichen Projektkosten. Wir haben das im Text geändert.

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