Forscher von Intel Labs haben mit einem Smartphone, einem 3D-Drucker und dem Budget von nur 50 USD einen Roboter gebaut. Die kostengünstige Lösung mit dem Namen „OpenBot“ kann unter anderem ferngesteuert werden und Daten für zum Beispiel Forschungszwecke verarbeiten. Wir stellen den Inten OpenBot einmal genauer vor.

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Roboter für die Forschung kosten oft zwischen 2.000 USD (1.690 EUR) und 5.000 USD (4.222 EUR). Die günstigeren, einfacheren Modelle liegen preislich bei 250 USD (212 EUR) bis 500 USD (422 EUR). Forschern des Intel Labs ist es jetzt gelungen, mit einem 3D-Drucker, einem Smartphone mit Open Source Code und 50 USD (42 EUR) einen intelligenten Roboter zu bauen. Das Smartphone wird als Gehirn des Roboters genutzt. Die fortschrittlichen Technologien, die sich heutzutage auf Smartphones befinden, helfen dem „OpenBot“ (siehe hier auf GitHub), Daten zu erfassen und zu berechnen. Dabei bleibt der ganze Roboter erschwinglich, zugänglich und skalierbar, wie die Forscher von Intel Labs in ihrer veröffentlichten Arbeit mit dem Titel „OpenBot: Turning Smartphones into Robots“ zum Projekt erklären.

Slant Robotics stellte im Februar 2020 die dritte Version seines „LittleArm“-Roboterarms aus dem 3D-Drucker für Hobby-Makers vor. Die ETH Zürich präsentierte im Juli dieses Jahres mit „Rowesys“ einen Unkrautroboter, der ebenfalls mit zahlreichen Teilen aus dem 3D-Drucker ausgestattet wurde.

Details zu „OpenBot“

Foto OpenBot
OpenBot: Günstiger Roboter als Kombination aus dem 3D-gedrucktem Chassie, wenigen weiteren Bauteilen und einem Smartphone (Bild © Youtube/Intel ISL).

Die Forscher erklären, dass in ihrer Plattform das Smartphone zum Gehirn eines vollständig autonomen Roboters mit integrierter Erfassung und Berechnung wird. Funktionen des Smartphones wie Rechenleistung, Bildgebungstechnologie, Konnektivität, Navigation, KI-Beschleuniger für die Inferenz neuronaler Netze und Sensoren werden bei diesem Projekt dafür genutzt, den fahrbaren Roboterkörper zu navigieren und die Echtzeiterfassung und -Berechnung zu ermöglichen.

Die Platte mit der Telefonhalterung und die untere Abdeckung entstand mit einem 3D-Drucker von Ultimaker. Der 3D-Drucker benötigte für den Druck der 146 gr. und 103 gr. leichten Objekte insgesamt 23 Stunden. Die Skalierung der Produktion hilft dabei, den Preis für den OpenBot weiter zu senken.

Vorteil durch Android-Betriebssystem

OpenBots von Intel Labs
Für die OpenBots wird ein 3D-Drucker, rund 42 Euro und ein Smartphone benötigt (Bild © Intel Labs).

Android-Betriebssysteme verfügen über Funktionen zur Steuerung lernbasierter Algorithmen und AI-basierter Anwendungen bei persönlicher Verfolgung und autonomer Navigation.

„Unsere Plattform verfügt über eine Fülle von Rechenleistung, Kommunikationsschnittstellen und Sensoren, die vom Smartphone bereitgestellt werden. Bestehende Roboter verlassen sich häufig auf benutzerdefinierte Software-Ökosysteme, für die dediziertes Laborpersonal erforderlich ist, das den Code verwaltet, neue Funktionen implementiert und Treiber für neue Sensoren implementiert. Bei Android, einem der größten sich ständig weiterentwickelnden Ökosystem, ist die Low-Level-Software für die Sensorintegration und -verarbeitung bereits vorhanden und wird ohne zusätzlichen Aufwand der Robotik-Community verbessert. Alle Sensoren sind bereits auf derselben Uhr synchronisiert, was für viele vorhandene Roboter eine große Herausforderung darstellt.“

OpenBot: Wie aus einem Smartphone ein Roboter wird

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