In Indien gelang es den Ärzten des Manipal Hospitals einen Krebspatienten mit einem 3D-gedruckten Titanimplantat das Leben zu retten. Das Implantat wog aufgrund einer modifizierten Wabentechnologie weniger als 250 Gramm, anstatt der 5 Kilogramm, die eine Operation bei dem Patient unmöglich gemacht hätten. Wir stellen das 3D-gedruckte Brustimplantat und den Weg bis zur Operation einmal genauer vor.

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In einem Krankenhaus der Manipal Hospitals in Indien wurde laut einem Artikel in der indischen Presse eine lebensrettende Operation durchgeführt. Es gelang den Medizinern den Krebs eines Patienten komplett zu entfernen und sein Brustbein und seine Rippen zu rekonstruieren. Dazu verwendeten die Ärzte ein Titanimplantat, welches mit einem Titan-3D-Drucker individuelle für den Patienten hergestellt wurde. Ärzte in Australien haben vor bald drei Jahren ebenfalls einem Krebspatienten ein künstliches Titan-Brustbein aus dem 3D-Drucker eingesetzt.

Dr. Somashekhar, Vorsitzender und HOD – Surgical Oncology am Manipal Hospital, erklärt:

„Fortschrittliche Technologie kann heutzutage eingesetzt werden, um Behandlungen in komplizierten Krebsfällen anzubieten, die ansonsten von vielen als unheilbar angesehen werden. Ermöglicht hat das Ganze die sehr gute Zusammenarbeit zwischen dem Manipal Comprehensive Cancer Center und der Abteilung für plastische und rekonstruktive Chirurgie.“

Ablauf von der Planung bis zur Operation

Brustimplantat aus dem 3D-Drucker
Das 3D-gedruckte Titanimplantat (im Bild plus Bilder zur OP) wiegt knapp 250 Gramm (Bild © Manipal Hospitals).

Ein 50-jähriger Patient aus Bangladesch litt an einer sehr seltenen Krebsart, die sein Brustbein und die acht ersten Rippen betrifft. Neben der Entfernung der vom Krebs befallenen Bereiche stellt die Reparatur des Brustbeins und seiner Rippen ein deutlich größeres Problem dar. Beides war für eine normale Atmung unerlässlich. Der Patient wandte sich an ein Krankenhaus der Manipal Hospitals. Es stellte sich heraus, dass eine 15 x 12,7 Zentimeter große Tumormasse auf seiner Lunge und seinem Herz saß. Teile seines Brustbeins und des Bereichs in seinem Brustkorb waren bereits zerstört.

Vor der Operation des Patienten erstellten sie einen CT-Scan des betroffenen Bereichs. Daraus erstellten sie ein personalisiertes 3D-Modell des erforderlichen Implantats und stellt es mit 3D-Druck aus Titan her.

Dr. Someshekhar erklärte:

„Der gesamte Brustknochen und der costosternale Übergang wurden mit Titanpulver und flüssigem Titan gedruckt und ein neuer Brustknochen aus Titan wurde geformt, der für diesen Patienten gemäß seiner Größe, seinem Gewicht und dem zu entfernenden Teil des Skeletts maßgeschneidert wurde.“

Titanimplantat ohne Komplikationen eingesetzt

Die Operation verlief gut und das Tumorgewebe konnte entfernt und das Titanimplantat eingesetzt werden. Mit einer neuen Bohrtechnik und Titandraht wurde das Ganze fixiert und mit dem Muskellappen überlagert. Der Lappen wurde von der Vorderseite der Brust des Patienten entnommen, bevor der Bereich verschlossen wurde. So sollte die normale Atmungsfunktion wiederhergestellt werden.

Dr. Someshekhar weiter:

„Solche Implantate sind normalerweise sehr schwer, bis zu fünf Kilogramm, zu schwer um das Gewicht auf der Brust zu tragen. Mit einer modifizierten Wabentechnologie entstand ein Implantat, das weniger als 250 Gramm wog.“

Laut Dr. Ashok, Consultant – Plastic, Reconstructive and Cosmetic Surgery at Manipal Hospitals, erklärte die Vorteile des 3D-gedruckten Implantats für die Genesung:

„Solche Implantate sind stark, langlebig und gleichzeitig leicht. Außerdem werden sie vom Körper gut angenommen und sind weniger anfällig für Immunreaktionen und Implantatabstoßungen. Solche Implantate verringern das Risiko von Osteoporose und Frakturen um das Implantat herum, die aufgrund einer ungleichmäßigen Belastungsübertragung zwischen dem Implantat und dem umgebenden Knochengewebe entstehen können.“

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