In Deutschland wurden 2200 Meldungen über Geisterfahrer im Jahr 2016 verzeichnet, wie der ADAC mitteilte. Dieser Entwicklung wollen drei Studenten der Saarbrücker Universität mit einem Leitpfosten aus dem 3D-Drucker Einhalt gebieten. Die Leitpfosten können Geisterfahrer erkennen. Über das Projekt hat unter anderem der Saarländische Rundfunk SR2 berichtet.

Die Studenten Daniel Gillo, Benjamin Kirsch und Julian Neu haben im Bachelor „Mikrotechnologie und Nanostrukturen“ studiert. Nach einer gemeinsam besuchten Vorlesung kamen sie auf die Idee, das Projekt zu gründen und ihm den Namen „Ghostbusters“ zu geben.

3 Studenten mit Ghostbuster Leitpfosten.
Hier präsentieren die Studenten Benjamin Kirsch, Daniel Gillo und Julian Neu den „Ghostbuster“ Leitpfosten, bei dem einige Bauteile mittels 3D-Druck gefertigt wurden (Bild © Saarländischer Rundfunk SR2).

Ein mit Sensoren ausgerüsteter Leitpfosten erkennt, ob ein Auto in der falschen Richtung auf die Autobahn auffährt. Es leuchten in diesem Fall entweder Warnanzeigen auf oder die Polizei wird per SMS über den Falschfahrer in Kenntnis gesetzt. Beim Prototypen blinken die LEDs an einem Warnschild auf, er ist allerdings nur für Demonstrationszwecke geeignet. Das Projekt „Bikebox“ eines Schülerprojekts in NRW entstand mit Hilfe eines 3D-Druckers und analysiert die Verkehrslage für Radfahrer, worüber wir im September 2015 berichteten.

Zahlreiche Kunststoffteile für den Highend-Leitpfosten stammen aus dem 3D-Drucker, während die technischen Komponenten gekauft und passend zusammengesetzt wurden. Das wichtigste Element sind zwei Bewegungssensoren, die etwa acht Meter Reichweite haben und eine hohe Empfindlichkeit besitzen, um Falschfahrer erkennen zu können. Die Sensoren reagierten in Tests auch auf Blätter im Wind. Zur Verhinderung einer Alarmauslösung zum Beispiel durch Rehe, wurde der Leitpfosten mit einem Mikrofon ausgestattet. Ein vorbeifahrendes Auto habe ein bestimmtes Geräuschmuster.

Die Polizei zeigte den Studenten, wie es bei ihnen aussieht und wie Meldungen eingehen könnten. Das Verkehrsministerium sei sehr begeistert gewesen. Das Ziel ist ein preisgünstige System mit einer einfachen Austauschbarkeit der Leitpfosten. Sie arbeiten an einer Optimierung der Zuverlässigkeit und Wetterfestigkeit ihrer Erfindung. Der Leitpfosten bezieht seinen Strom aus einem Akku und einer Solarzelle. Nach Einschätzung von MIT-Forschern kann der 3D-Druck die Solarindustrie revolutionieren.

Ein Jahr lang bleibt dem Trio jetzt Zeit ihr System zu perfektionieren, denn sie konnten sich mit Erfolg um ein Exist-Gründerstipendium bewerben und können nun damit eine Startup-Firma. Das Stipendium finanziert die Gehälter, stellt Geld für Coaching zur Verfügung und Sachmittel im Wert von 30.000 Euro bereit. Die Beteiligten müssen auch einen Business-Plan erstellen.

Beim internationalen Studentenwettbewerb „iCan“ in Peking werden Kirsch, Neu und Gillo ihre Leitpfosten präsentieren. Mit ihrer Erfindung haben sie bereits Preise bei mehreren Wettbewerben gewonnen.

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