Fraunhofer IPA:

Optimierter Entgratteller aus dem 3D-Drucker

 16. Dezember 2015  Andreas Krämer  

Das Fraunhofer IPA hat einen Entgratteler mit dem 3D-Drucker entwickelt. Zum Einsatz kamen bei dem Projekt das Lasersintern als 3D-Druckverfahren. Die Fertigung des Entgrattelers dauert nach Aussagen des IPA nur wenige Stunden und weist aufgrund der Leichtbaukonstruktion bei gleicher Bauteilfestigkeit der Maschinenkinematik eine geringer Belastung auf.

Logo Fraunhofer IPADas Fraunhofer IPA hat einen Entgratteller mit einem 3D-Drucker hergestellt. Der additiv gefertigte Entgratteller verfügt über die erforderliche Stabilität um im vorgesehenen Schleifprozess eingesetzt zu werden. Der Entgratteller ist neu konzipiert und ist eine Leichtbaukonstruktion, die von einem deutschen Werkzeughersteller entwickelt wurde. Aufgrund der Leichtbauweise wird die Maschinenkinematik nach Angaben des Fraunhofer IPA bei gleicher Bauteilfestigkeit weniger belastet, berichtet das Fraunhofer IPA in einer Pressemitteilung.

Die Fertigung des Entgrattellers erfolgte im additiven Verfahren mit Lasersintern, das als kosteneffizientes Alternative zu konventionellen Fertigungsverfahren gilt. Die Qualität entspricht dem späteren Serienprodukt und kann vom Werkzeughersteller mit voller Belastung in der Fertigung zum Einsatz kommen.

Entgratteller
Entgratteller aus dem 3D-Drucker (Bild © Fraunhofer IPA).

Die geometrische Form des Entgrattellers wurde vor seiner Herstellung mit einer CAD-Software entworfen und in Maschinendaten übersetzt. Die festgelegte Kontur des Bauteils wurde dann mit einem Laserstrahl schichtweise aus einem pulverförmigen Kunststoff aufgebaut. Als Druckmaterial wurde Polyamid 12 verwendet und die Druckzeit für einen oder mehrere Entgratteller beläuft sich auf nur wenige Stunden.

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