Die Päpstliche Schweizergarde in Rom erhält neue Helme. Die Produktion der Helme soll in der Heimat stattfinden und mit einem 3D-Drucker erfolgen. Auf der Luzerner Messe AMX Expo, die am 6. und 7. März 2018 stattfand, hat den 3D-Druck als Schwerpunktthema und ein Prototyp der neuen Helme für die Schweizergarde in Rom war einer der Höhepunkte der Ausstellung.

Anzeige

Logo Päpstliche SchweizergardeEntwickelt wurde der Prototyp des gedruckten Helms von Marcus Risi, der Geschäftsführer der Stanser Firma 3D-Prototyp ist. Zur Zeit bestehen die Helme der Gardisten aus Blech und sind handgefertigt. Die alten Helme haben allerdings ihre beste Zeit erlebt, weshalb man sich dazu entschied neue Helme für die Gardisten herstellen zu lassen. Dafür sollen nun 3D-Drucker eingesetzt werden, berichtet die Website „20 Minuten“.

Im Sommer 2017 erhielt 3D-Prototyp die Anfrage zur Produktion eines neuen Helmes und es sei Risi eigenen Angaben zufolge, eine große Freude so ein spannendes Projekt als Zentralschweizer für Rom umzusetzen, heißt es in dem Bericht. Bauingenieur Peter Portmann stellte den Kontakt zwischen dem 3D-Druck-Unternehmen und den Vatikan her.

Als Material für den neuen Kopfschutz ist ASA gewählt worden, welches kratzfest und gegen UV-Strahlen resistent ist. Gegenüber dem Vorgänger aus Blech werden die neuen Helme deutlich leichter sein und den Komfort der Gardisten erhöhen. Blech kann laut Risi sehr heiß werden. Die Herstellungszeit dauert nur rund zwanzig Stunden statt der zuvor deutlich mehr Stunden für die Herstellung der Blechhelme.

Helm für Schweizer Garde aus 3D-Drucker
Der Prototyp für den Helm aus dem 3D-Drucker, der für die Schweizer Garde angedacht ist (Bild © Screenshot: 3D-grenzenlos Magazin; Videoquelle: 20min.ch).

Der Standardhelm wurde vor der Herstellung mit einem 3D-Scanner eingelesen, die Daten anschließend am PC für den 3D-Druck aufbereitet und der 3D-Prototyp gefertigt. Zu Beginn sei der Helm aus zwei Hälften hergestellt worden, das Ziel aber lautet den Helm als ganzes Stück herzustllen. Das Design wird zum Großteil beibehalten, jedoch wird die Kopfbedeckung auf Wunsch Roms das Wappen von Papst Julius II erhalten. Nach den Planungen sollen die ersten gedruckten Helme im Zuge der Vereidigung der neuen Gardisten im Mai präsentiert werden. Hier wird Luzern als Gastkanton zugegen sein. Insgesamt werden 100 Helme für die Päpstliche Schweizergarde hergestellt.

Zur Finanzierung der Helme sucht 3D-Prototyp nach Sponsoren, wie Privatpersonen, Unternehmen und andere Institutionen. Jeder, der einen Helm sponsert, wird mit seinem Namen im Helm verewigt. Der Preis für einen Helm beläuft sich auf 800 bis 1000 Franken, was umgerechnet rund 735 bis 919 Euro sind.

Der Weihnachtsbaumschmuck von Papst Franziskus war 2015 mit Christbaumschmuck aus dem 3D-Drucker geschmückt. In der Ausstellung „Die Päpste – und die Einheit der lateinischen Welt“ wurden 2017 im Reiss-Engelhorn-Museum Mannheim (REM) zahlreiche originalgetreue Repliken, die teilweise aus dem 3D-Drucker stammen, gezeigt. Mehr zum Einsatz von 3D-Druck beim Militär finden Sie auf dieser Themenseite.

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