Die Maschinenbaustudentin Anna-Lena Rotter hat für ihre Bachelorarbeit an der TH Rosenheim eine Posaune mit dem 3D-Drucker hergestellt. Die Posaune aus kohlenstofffaserverstärktem Kunststoff wiegt weniger als ein halbes Kilogramm. Wir stellen die 3D-gedruckte Posaune und das Projekt einmal genauer vor.

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Anna-Lena Rotter, eine Studentin der TH Rosenheim, stellte im Rahmen ihrer Bachelorarbeit für ihr Maschinenbaustudium laut einer Pressemitteilung der TH Rosenheim eine Posaune mit einem 3D-Drucker her. Dabei nutzte sie Carbon statt Messing, wodurch die Posaune weniger als ein halbes Kilogramm wiegt. Die Idee kam ihr, als ihr Freund mit dem Modellbau beschäftigt war. Sie überlegte, den 3D-Druck für die Herstellung der Posaune zu nutzen. Rotter spielt eigentlich das Euphonium, den kleinen Bruder der Tuba. Doch das mit einem 3D-Drucker herzustellen wäre deutlich komplizierter geworden mit all den Windungen und Ventilen. Die Posaune nutzt sie zudem als Zweitinstrument.

Details zur Herstellung einer 3D-gedruckten Kunststoff-Posaune

Anna-Lena Rotter mit 3D-Druck-Posaune
Anna-Lena Rotter (im Bild) fertigte eine 3D-gedruckte Kunststoff-Posaune für ihre Bachelorarbeit (Bild © TH Rosenheim).

Zu Beginn musste sie sich sehr viel Wissen aneignen, da es sich für sie um absolutes Neuland handelte. Sie musste die Einzelteile der Blechposaune exakt vermessen und das in einem virtuellen 3D-Modell erfassen. Dabei untersuchte sie auch den Luftfluss und stellte Berechnungen zur Wahl des Materials an. Zwei Monate lang beschäftigte sie ihren 3D-Drucker mit dem Druck der Komponenten. Insgesamt lief er drei Wochen am Stück und fertigte Formen, die mit kohlenstofffaserverstärktem Kunststoff ausgekleidet wurden, um damit die einzelnen Hohlkörper zu fertigen. Sie verglich dies mit dem Fußabdruck in Gips.

Es gestaltete sich schwierig, die Komponenten korrekt zu verbinden, damit es auch hält. Am Ende jedoch konnte sie nach einem halben Jahr ihre fertige Posaune ausprobieren. Sie erklärte, dass das Blechblasinstrument einen dunkleren Klang als ihre bisherige Posaune hervorbringt. Die Preise für die Carbon-Ausführung liegen, jetzt wo sie die Formen bereits hat, deutlich unter dem Preis einer traditionellen Posaune.

Beurteilung der fertigen Posaune

Prof. Dr.-Ing. Martin Reuter, der ihre Bachelorarbeit betreute, findet ihre Arbeit herausragend, da sie verschiedene Felder eines technischen Studiums – Messtechnik, Simulation, Werkstoffkunde, Konstruktion, additive Fertigung, Montage – mit dem Instrumentenbau kombiniert.
Wolfgang Gahabka, Musiklehrer am Ignaz-Günther-Gymnasium in Rosenheim, gefällt das Gewicht der Posaune. Gerade jüngere Schüler haben ihre Mühe mit einem schweren Instrument. Die Kunststoff-Posaune ist deutlich robuster als ein Blechinstrument. LOOP 3D und der Posaunist Peter Körner stellen im vorigen Jahr eine Posaunenglocke aus dem 3D-Drucker vor.

Video und Hintergründe zu dem Projekt

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