In Zeiten der Coronavirus-Pandemie ist es das oberste Gebot, Abstand zu halten, damit der Kontakt mit möglichen Infizierten sehr kurz bleibt. Medizinisches Personal hat durch die Sicherheitskleidung keinen einfachen Alltag. Mit dem weltweit ersten vollautomatischen Roboter für solche Aufgaben wollen Robotik-Forscher der Universität von Süddänemark diese Probleme lösen, wie die Universität in einer Pressemitteilung erklärt. Der Roboter führt Rachenabstriche für Testungen auf eine Infektion mit dem SARS-CoV-2-Virus vollkommen selbstständig durch. Erste Tests haben gezeigt, dass der Roboter sein Handwerk beherrscht. Deshalb soll er so schnell wie möglich in Betrieb genommen werden.

Vollautomatische Test auf SARS-CoV-2-Viren

Mit dem 3D-Druck gelang es den Forschern, den Rahmen so zu konstruieren, dass der Kopf des Teilnehmers richtig positioniert bleibt. Das hilft, den Abstrich effektiv und sicher zu machen. Der Prozess beginnt, wenn der Teilnehmer seinen Personalausweis scannt. Der Roboter hält mit einem speziell entwickelten Einwegwerkzeug aus dem 3D-Drucker ein Teststäbchen und trifft genau die Stelle am Hals, von der die Probe genommen werden soll. Dann legt er das Teststäbchen in ein Glas und schraubt den Deckel drauf, um die Probe abzudichten. Der ganze Vorgang dauert sieben Minuten. Für den Test könnten zum Beispiel 3D-gedruckte Teststäbchen von Carbon oder Formlabs verwendet werden.

Testroboter im Einsatz
Esben Østergaard (Mitbegründer von Lifeline Robotics und Universal Robots) wird ein Testabstrich von seinem Rachen abgenommen (Bild © University of Southern Denmark).

Thiusius Rajeeth Savarimuthu ist der Verantwortliche für das Forscherteam, das rund um die Uhr im Industrie 4.0-Labor der Universität von Süddänemark arbeitet. Sein Ziel ist es, den Prototypen so schnell wie möglich zu entwickeln.

„Wir haben den weltweit ersten vollautomatischen Rachenabstrich erfolgreich demonstriert und einen „Proof of Concept“ der Prozesse in einem robotisierten Rachenabstrich geliefert“, sagte Savarimuthu.

Weitere Details zum Roboter

Verantwortliche vor dem Roboter
Die Entwickler sind zuversichtlich, dass der Roboter in bis zu 4 Monaten fertiggestellt sein wird (Bild © University of Southern Denmark).

Der Roboter kann nach der Pandemie auch für die Testung auf andere Viren eingesetzt werden. Er hat laut dem medizinischen Direktor Kim Brixen vom OUH (Odense University Hospital) den Vorteil, dass er nicht müde wird, seine eintönige Arbeit zu verrichten. Außerdem wird den Einsatz an Flughäfen oder bei Grenzkontrollen nachgedacht.

Das Team möchte die Entwicklung des Roboters bis Herbst fertiggestellt haben, um für den eventuellen Fall einer zweiten Welle gerüstet zu sein. Die Herstellung eines solchen Roboters dauert Jahre und wurde, wenn die Forscher das Ziel erreichen, so auf nur wenige Monate verkürzt.

Der erste vollautomatische Roboter für Rachenabstriche (Video)

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