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3D-Druck von Lebensmitteln: Stephansdom aus Marzipan

Das Unternehmen Print2Taste hat den Stephansdom (Wien) mit seinem Lebensmitteldrucker Bocusini gedruckt. Der Stephansdom aus Marzipan wurde aus der Gastronomiemesse GAST vorgestellt.

Auf der Gastronomiemesse GAST, die am 7. 11.2015  bis 11.11.2015 stattfindet, wird mit dem Bocusini ein neuer 3D-Lebensmitteldrucker vorgestellt. Die Markteinführung soll im Februar 2016 erfolgen und das Gerät per Computer, Tablet und sogar mit dem Smartphone bedienbar sein. Der Lebensmitteldrucker hat bereits den Stephansdom aus Marzipan, ein Oktopus aus Kartoffelpüree und eine Maus aus Sahnebasier gedruckt.

Entwickelt wurde der Bocusini von Melanie Senger und ihrem Team des bayerischen Startups Print2Taste aus der Nähe von München. Im letzten Jahr hatte das Unternehmen ein System entwickelt, mit dem über 30 Lebensmittel in hoher Auflösung gedruckt werden können.

Der Drucker kann Marzipan, Fondant, Karamell, Leberpastete, Kartoffelpüree, Frischkäse und weitere Lebensmittel zur Herstellung von 3D-Objekten verwenden. Nach Angaben von Melanie Senger kann jedes verarbeitetes fließfähige Lebensmittel eingesetzt werden. Die Zielgruppe des Bocusini 3D-Lebensmitteldruckers sind Restaurants, Konditoreien und kreative Hobbyköche.

Stephansdom (Wien)

Der Stephansdom (Wien) aus Marzipan, hergestellt mit einem 3D-Drucker für Lebensmittel (Bild © SN/APA/BOCUSINI BY PRINT2TASTE).

Zum Beispiel kann die Druckerpatrone mit Keksteig gefüllt und zu neuen Schichten gedruckt werden, die dann im Backofen ihre gewünschte Form annehmen. Der Bocusini soll auch für Altenheime geeignet sein, weil viele Senioren beim Kauen und Schlucken ihre Schwierigkeiten haben, weshalb sie ihr Essen püriert einnehmen müssen. Ein 3D-Lebensmitteldrucker wie der Bocusini könnte die pürierten Lebensmittel in eine ansprechende Form verwandeln und diese zugleich sowohl mit Eiweißen als auch Vitaminen anreichern.

Im Vorverkauf soll der Bocusini rund 900 Euro kosten. Der Kaufpreis soll nach der Markteinführung auf 1200 Euro angehoben werden. Die Reinigung des 3D-Lebensmitteldruckers sei Senger zufolge einfach, weil sich die Spritzdüsen an den entsprechenden Kartuschen befinden. Kleinere Figuren können innerhalb von fünf bis zehn Minuten gedruckt werden.

Der 3D-Druck des Stephansdom dauerte wegen seiner Komplexität insgesamt 4,5 Stunden. Komplexe Objekte erfordern eine längere Druckzeit. Wer sich den Stephansdom aus dem Lebensmitteldrucker einmal ansehen möchte, kann dies am Stand 1210 von KASTNER in Halle 10 tun.

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