Im Zuge des anhaltenden Krieges gegen Russland hat die Ukraine ihre Strategien zur Verteidigung ihres Territoriums weiterentwickelt – auch mit Hilfe von 3D-Druck-Technologie. Wie das ukrainische Fachmagazin „Defense Express“ berichtet, werden modernisierte Panzerabwehrminen nun teilweise im mit 3D-Druck hergestellt. Dies betrifft insbesondere das Modell TM-2025, eine modifizierte Variante der sowjetischen TM-62-Mine.

Ein im Umlauf befindliches Video auf Telegram zeigt „Defense Express“ zu Folge eine neue Form dieser Mine mit glatteren Kanten sowie einem seitlichen Zünder, der eine Entschärfung deutlich erschweren soll. Die Änderung am Gehäuse ist nicht nur ergonomischer, sondern könnte laut Experten auch neue taktische Einsatzmöglichkeiten eröffnen – etwa durch Drohnenabwurf oder in improvisierten Sprengfallen.

Das veröffentlichte Bildmaterial zeigt eine solche Mine in einer realen Situation im Feld, möglicherweise bei der Positionierung oder Sicherung. Auffällig ist das robuste Gehäuse mit sichtbaren Segmentlinien, das einen hohen Widerstand gegenüber äußeren Einflüssen suggeriert. Die Integration von Komponenten aus dem 3D-Drucker lässt auf eine flexible und kostengünstige Produktion schließen – ein strategischer Vorteil für ein Land, das sich in einem langwierigen Abnutzungskrieg befindet.

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Drohnenabwurf und Mini-Minen: Neue Anwendungen im Fokus

Neben den klassischen Panzerminen setzt die Ukraine vermehrt auf vollständig im 3D-Druck hergestellte Antipersonenminen. Das Blog The Armourer’s Bench berichtete im Dezember 2024 von kleinen Sprengkörpern mit nur 30 Gramm Sprengstoff und einem Gesamtgewicht von etwa 55 Gramm. Diese Minen ähneln in Form und Größe einem schwarzen Tennisball und werden laut verschiedenen Quellen per Drohne auf gegnerische Stellungen abgeworfen.

Trotz der Innovationen bleibt der Preis hoch: Zwischen Februar 2022 und Dezember 2024 wurden laut UN-Angaben über 1.370 zivile Opfer durch Minen und explosive Kampfmittelrückstände in der Ukraine registriert. Hinzu kommen täglich verletzte Soldaten – laut dem Chefarzt des Mechnikow-Krankenhauses in Dnipro zwischen 50 und 100 Personen pro Tag. Minen seien nach Artillerie die häufigste Ursache.

Die militärischen Vorteile liegen dennoch auf der Hand

William Murray, Oberstleutnant der US-Pioniere, betont in einem Beitrag für die Association of the United States Army, dass Minen eine zentrale Rolle beim Stoppen russischer Panzerkolonnen gespielt hätten. Sie würden nicht nur den Vormarsch verlangsamen, sondern auch feindliche Bewegungen in sogenannte „Todeszonen“ lenken – ideal für gezielten Artilleriebeschuss.

Mit mittlerweile bis zu fünf Minen pro Quadratmeter an manchen Frontabschnitten gilt die Ukraine laut dem ehemaligen Verteidigungsminister Oleksij Resnikow als das weltweit am stärksten verminte Land. Laut NASA-Schätzungen sind rund 7,5 % der landwirtschaftlich nutzbaren Fläche durch Minen unbrauchbar geworden – mit dramatischen Folgen für Wirtschaft und Bevölkerung.

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