Apple hat vor einiger Zeit ein Patent für ein 3D-Röntgengerät eingereicht, mit dessen Hilfe iPhones, iPads und unter Umständen nach Fehlern durchsucht werden können. Die dafür benötigte Vorrichtung könnte mit einem 3D-Drucker hergestellt werden.

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Hi-Tech-Unternehmen sind mehr oder weniger verpflichtet, so viele Patentanmeldungen wie möglich einzureichen, ganz unabhängig davon, ob diese dann auch in die Produktion gelangen sollen. So wird ein umfangreiches Portfolio geistigen Eigentums erzeugt, dass dann, wenn andere Unternehmen ähnliche Produkte herstellen wollen, große Mengen an Geld einbringen kann.

In der letzten Woche wurde nun auf der US Patent & Trademark Webseite ein neues Patent erwähnt, dessen Daten nun auch auf Patently Apple abrufbar sind. Dieses beinhaltet ein Röntgen-Scansystem, mit denen es Ingenieuren möglich ist, Apple-Produkte zu inspizieren und nach Fehlern zu suchen.

Schematische Darstellung Strahlungsmechanismus
Schematischer Aufbau des Strahlungsmechanismus. (Bild: © Patently Apple)

Das Patent wurde ursprünglich im 3. Quartal 2015 eingereicht und beschreibt eine Vorrichtung, mit der ein elektrisches Gerät gehalten und mittels Computertomographie-Scan (CT-Scan) nach Fehlern zu suchen. Eine Strahlungsquelle würde die Röntgenstrahlung emittieren, welche dann nach dem Durchlaufen einer elektronischen Vorrichtung durch einen Detektionsmechanismus aufgenommen würde. Somit ließen sich genaue 2D-Bilder des untersuchten Gerätes erstellen.

Während des Einsatzes ist es zudem auch möglich 3D-Bilder zu erzeugen, indem das gescannte Gerät um 360 Grad gedreht wird. So entstehen Bilder aus allen möglichen Blickwinkeln. Diese 2D-Bilder lassen sich dann in eine 3D-Variante übertragen, die dann sowohl die externen als auch die internen Funktionen aufzeigt.

Röntgenaufnahme
Betrachtung der Röntgenaufnahmen am Computer. (Bild: © Patently Apple).

Bislang kommen Röntgen- und CT-Aufnahmen meist für die Untersuchung von Knochenbrüchen oder anderen gesundheitlichen Beeinträchtigungen zum Einsatz. Aber auch bei der Durchleuchtung das Gepäcks von Passagieren wird in Flughäfen auf Röntgengeräte zurückgegriffen. Wird das neue Patent in die Produktion überführt, könnten Apple-Techniker interne Elemente scannen, ohne dass das Gerät geöffnet werden müsse. Als Fertigungsmöglichkeiten für dieses Gerät schlägt Apple sowohl den 3D-Druck als auch das Spritzgussverfahren vor.

Da es gar nicht so einfach ist, ein Apple-Produkt zu öffnen, ist die Idee des 3D-Scannens mittels Röntgenstrahlung gar nicht so abwegig. Natürlich bleibt zu hoffen, dass die Strahlen selbst an der Elektronik keine Schäden hinterlassen bzw. dass dies vor der Nutzung eines solchen Systems vom Hersteller im Rahmen verschiedener Tests umfassend geprüft wird.

Schematische Darstellung Apple-Röntgengerät.
Schematischer Aufbau des Apple-Röntgengerätes. (Bild: © Patently Apple)

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