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Cuttlefish-3D-Druckertreiber jetzt auch für Stratasys J750 3D-Drucker möglich

Der US-Hersteller für industrielle 3D-Drucker, Stratasys, verkündete auf der formnext 2017 seine offene Voxel Print-Schnittstelle für den Vollfarb-Multi-Material-3D-Drucker J750. Damit kann ab sofort auch der 3D-Druckertreiber Cuttlefish des Fraunhofer IGD eingesetzt werden und bedeutet eine neue Phase für den hochvolumigen 3D-Druck. Die Details.

Auf der formnext 2017 stellte Stratasys die offene Voxel Print-Schnittstelle für seine J750 3D-Drucker vor. Der Vollfarb-Multimaterial-Drucker kann damit ab sofort mit dem Druckertreiber Cuttlefish des Fraunhofer IGD arbeiten. In früheren Stratasys-Projekten feierte der Treiber bereits einen Erfolg.

Bei Cuttlefish handelt es sich um einen universellen 3D-Druckertreiber für Multimaterial-3D-Druck, dessen Entwickler das Fraunhofer-Institut für Graphische Datenverarbeitung IGD in Darmstadt ist. Er dient der Umsetzung von 3D-Scan-Daten oder mit Design-, und Texturierungssoftware erstellten 3D-Modellen in 3D-Drucke mit hochgenauer Wiedergabe von Farben und Transluzenzen.

Die Stratasys GrabCAD Voxel Print-Lösung für den J750 3D-Drucker öffnet das System für Drittanbieter-Software. Cuttlefish vom Fraunhofer IGD arbeitet problemlos mit dem Programm zusammen. Wie Tomer Gallimidi, der Education Product Leader bei Stratasys ist, in einer Pressemitteilung (PDF; 185 KB; öffnet in neuem Fenster) des Fraunhofer IGD berichtet, war das Fraunhofer IGD einer der ersten Nutzer der GrabCAD Voxel Print-Lösung, was dem Institut ermöglichte Cuttlefish derart zu entwickeln, dass die Farb- und Transluzenzfähigkeiten des Vollfarb-Stratasys 3D-Druckers J750 voll ausgeschöpft werden.

Seine Leistungsfähigkeit stellte der Treiber beim preisgekrönten Animationsstudio LAIKA bereits unter Beweis. Vor über zwei Jahren hatte das Unternehmen damit begonnen GrabCAD Voxel-Print, einen Stratasys J750 3D-Drucker und den Cuttlefish Druckertreiber für den nächsten, noch nicht angekündigten Film einzusetzen. Der Stop-Motion-Spielfilm befindet sich in der Entwicklung, doch LAIKA konnte dank Cuttlefish bereits 80.000 Gesichter fertigen.

Beispiel Cuttlefish
Cuttlefish setzt komplexe Modelle mit vielen Teilbereichen und RGBA-Daten
in 3D-Drucke mit hochpräziser Wiedergabe von Farben und Transluzenzen um (Bild © Fraunhofer IGD).

„Hochgradig detailreiche, farbige 3D-Drucke“

Der mit einem Oscar nominierte Brian McLean, der Director of Prototyping bei LAIKA, erklärte, dass Cuttlefish beim 3D-Druck einen Grad der Kontrolle eröffnete, von dem man bisher nur träumen konnte, heißt es in der Pressemnitteilung. Der Druckertreiber bietet eine akkurate Wiedergabe komplexer Geometrien und Farben. Die Kombination von Cuttlefish, GrabCAD Voxel-Print und dem Stratasys J750 ermöglichte hochgradig detailreiche, farbige 3D-Drucke. Minimalste Änderungen in Gesichtsausdrücken konnten somit animiert werden. Künftig haben alle Nutzer dieses Druckermodells die Möglichkeit den Treiber für ihre Aufgaben einzusetzen.

Von Cuttlefish werden RGBA-Texturen unterstützt, die Farb-, und Transluzenzinformationen beinhalten, die von komplett opak bis vollständig transparent reichen. Mit dem Treiber können Anwender mehrere sich überlappende Modelle drucken, jedes Modell mit einer oder mehreren RGBA-Texturen. Vor zwei Jahren berichteten wir über die Entwicklung von Cuttlefish, dessen Ergebnisse im September 2015 in einem Video-Podcast vorgestellt wurden.

Wie Philipp Urban, Leiter der Abteilung 3D-Druck-Technologie am Fraunhofer IGD in der Mitteilung weiter erläuterte, werden auf RGBA-Daten basierende 3D-Modelle von 3D-Dateiformaten wie OBJ oder WRL unterstützt und die von vielen Design-, und Texturierungswerkzeugen erzeugt werden können. Die RGBA-Texturen lassen sich mit beliebten Bildbearbeitungsprogramnen wie Adobe Photoshop erstellen oder modifizieren. Per Cuttlefish wird die Qualitätslücke zwischen dem virtuellen Design und der Wiedergabe als 3D-Druck geschlossen.

Dargestellt wurden die Fähigkeiten des Treibers mit einem 3D-Anatomiemodell, welches aus 28 Teilen bestand. Jedes Teil besteht aus einem anderen Material, die zusammen durch 425 Pixel Farbtexturen beschrieben wurden. Transparente Teile wurden durch Anpassung der RGBA-Daten generiert.

Video – So funktioniert Cuttlefish beim 3D-Druck

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