Modeindustrie:

ShareCloth-Software unterstützt bei 3D-Modellierung für Kleidung aus dem 3D-Drucker

Mit ShareCloth wurde jetzt eine Software vorgestellt, die Modedesigner bei der digitalen 3D-Modellierung von Kleidung unterstützt, die mit dem 3D-Drucker hergestellt werden soll. Die Software kann kostenlos heruntergeladen werden.

Logo ShareclothDie Spezialsoftware ShareCloth bietet Nutzern die Möglichkeit Kleidungsstücke zu entwerfen, die im Anschluss per 3D-Drucker hergestellt werden können. Die Modeindustrie könnte von dieser Entwicklung profitieren und in puncto Design und Herstellung neue Zeiten für die Bekleidungsindustrie einläuten.

Heute kann es bis zu sechs Monate dauern, bis die Idee eines Modedesigners als Bekleidungslinie im Modegeschäft erhältlich sein wird. Nachhaltigkeit fehlt in der Modebranche, weil ein Großteil der Kleidungsstücke heute fern ab der Designzentren produziert werden. Die Langstreckenlieferkette gewinnt mit dem Vermittlungsnetz  aus Lagerhäusern und Distributionszentren der High Street und Onlinehändler an Komplexität. Zur Zeit zeichnet sich die Modebranche für 10 Prozent des CO²-Ausstoßes und 25 Prozent der Chemieverwendung verantwortlich. Der 3D-Druck könnte das Problem der Nachhaltigkeit und des Umweltproblems in der Modeindustrie lösen.

Die Software wurde speziell für Kleidungsstücke aus dem 3D-Drucker entwickelt und entstand in Kooperation mit Modedesignern, die auf der Moskauer Design-Biennale zugegen waren. Basis-Kleidungsstückformen liegen in Share Cloth als Voreinstellung vor, die importiert, angepasst und gedruckt werden können. Neue Modedesigns können erstellt werden, erfordern allerdings ein gewisses technisches Fachwissen über die Software und Produktion von Kleidung mit dem 3D-Drucker.

ShareCoth Screenshot
ShareCoth unterstützt Designer bei der Erstellung von 3D-Druckvorlagen für Kleidung (Bild © ShareCloth, Inc.).

Eine umfassende Palette 3D-druckbarer Kleidungsmaterialien steht zur Verfügung, um Designern und alle die einer werden möchten die Möglichkeit zu bieten, kreativ tätig zu werden. Im Jahr 2018 soll dann noch ein Leder-ähnlicher Stoff auf dem Markt erscheinen, der mit dem 3D-Drucker verarbeitet werden kann. Bereits jetzt lassen sich flexible, biologisch abbaubarer Filamente für zahlreiche Produktanwendungen einsetzen.

Die 3D-Designsoftware läuft auf Rechnern mit den Betriebssystemen Microsoft Windows und Apple MacOS. Bei ShareCloth (sharecloth.com) handelt es sich um ein Projekt von Sergey Moliavko, der sieben Jahre lang auf einem Marktplatz für osteuropäische Modemarken arbeitete, bis er auf die Idee kam, mit ShareCloth eine für die Modeindustrie spezialisierte 3D-Software zu entwickeln. Er zeigt sich davon überzeugt, dass Einzelhändler und Kunden in gleicher Weise vom 3D-Druck profitieren werden. Die Umwelt würde ebenfalls geschont.

Kostenloser Download: ShareCloth kann kostenlos unter sharecloth.com ab sofort heruntergeladen werden.

Im April 2016 fand in Boston die Ausstellung #techstyle statt, auf der Mode, Kunst und der 3D-Druck kombiniert wurden. Zum Beispiel sind dort Kleider direkt auf den Körper der Frauen gedruckt worden. Vor rund zwei Jahren, im September 2015 startete 3D Systems seine Online-Plattform Fabricate. Auf Fabricate können Designer Muster zum Drucken eigener Textilien kaufen und per Cube 3D-Drucker herstellen. Die Sportartikelhersteller Adidas, Nike, Puma, Peak Sport und weitere Unternehmen aus der Kleidungsbranche setzen bei der Herstellung ihrer Artikel verstärkt auf den 3D-Druck.

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