Forschern der Osaka University ist es gelungen, den „Ferrari unter den Fleischsorten“, das legendäre Wagyu-Steak, mit 3D-Druck künstlich herzustellen. Dazu wurde einem jungen Wagyu-Rind Stammzellen entnommen. Wir fassen die wichtigsten Informationen aus der Forschungsarbeit zusammen.

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Eine Bitkom-Umfrage belegt, dass das Interesse an 3D-gedruckten Fleischalternativen steigt. Redefine Meat ist in dieser Branche ein bekannter Hersteller, der erst vor Kurzem neue fleischlose Produkte vorgestellt hat. Bald sollen auch erste Restaurants in Deutschland die 3D-gedruckten Fleischprodukte erhalten. Ein 3D-gedrucktes Wagyu-Steak, der „Ferrari unter den Fleischsorten“, wurde bisher noch nicht von mit dem Lebensmittel-3D-Drucker „nachgebaut“. An der Fleischsorte hat sich jetzt laut einer Pressemitteilung die Osaka University in Japan versucht. Ihre Arbeit dazu haben sie im Artikel „Engineered whole cut meat-like tissue by the assembly of cell fibers using tendon-gel integrated bioprinting“ im Fachjournal Nature Communications veröffentlicht.

Details zur Arbeit

Bild von Wagyu-Steak
Forscher wollen mit Lebensmittel-3D-Druck und künstlichen Substanzen das sehr gesunde und legendäre Wagyu-Steak drucken und so überall und jederzeit verfügbar machen (Symbolbild).

Das Wagyu-Rind benötigt dreimal mehr Zeit als normale Rinder, bis es geschlachtet werden kann. Es ist kleiner und erhält weder Wachstumshormone noch Antibiotika. Da die Haltung somit mit viel Aufwand verbunden ist, ist das Fleisch sehr teuer. Die Forscher konnten das Wagyu-Steak mit dem 3D-Drucker erzeugen. Das Fleisch mit der komplexen Textur zählt zu den edelsten Fleischsorten der Welt. Um das Fleisch zu erhalten, wurde einem Wagyu-Rind Stammzellen entnommen. Das stark marmorierte Fleisch verfügt über einen hohen Gehalt von intramuskulärem Fett. Es hat einen hohen Anteil an Omega-3-, Omega-6- und einfach ungesättigten Fettsäuren.

Zur Nachbildung der außergewöhnlichen Textur im 3D-gedruckten Fleisch haben die Forscher 2 Arten von Stammzellen entnommen. Diese wurde im Labor gezüchtet und kombiniert. Dadurch entstanden dann unterschiedliche Fasern für Fett, Muskeln und Blutgefäße.
Mit derselben Technik, mit der in Japan Kintaro-ame-Bonbons entstehen, wurden im Anschluss die Fasern, das Fett, die Muskeln und die Blutgefäße angeordnet. Die Bonbons haben feine, aufwendige Muster und Motive. Sie werden schichtweise in eine lange Röhrenform gebracht und anschließend scheibenweise abgeschnitten. Die Forscher gehen davon aus, dass sie auf diese Weise auch andere komplexe Fleischarten nachbilden können.

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