Hochschule Heidelberg:

Beinprothese mit dem 3D-Drucker erfolgreich hergestellt

 28. Dezember 2013  Marcel Thum  

Ein Team der SRH Hochschule Heidelberg stellte erfolgreich eine funktionierende und vollständig an den Patienten angepasste Beinprothese her. Die Hochschule setzt dabei auf einen 3D-Drucker der Marke ‚Eigenbau‘. Das gedruckte Bein ist eine Maßanfertigung für den 40-jährigen Rumäne Laurentio Biro, der mit dem mit dem 3D-Druckverfahren aus Deutschland lange Wartezeiten und hohe Kosten umgeht.

Foto von Michael Höfler und Georg Hartmann mit Beinprothese aus 3D-Drucker
Prothesen herstellen mit dem 3D-Drucker: Michael Höfler (links) und Georg Hartmann der SRH Hochschule Heidelberg präsentieren die Beinprothesen aus dem 3D-Drucker, hergestellt mit dem 3D-Drucker der Marke ‚Eigenbau‘ (Bild © // morgenweb.de).

In Heidelberg produzierten Auszubildende des Berufsförderungswerks (BFW) Heidelberg in Zusammenarbeit mit der SRH Hochschule Heidelberg um den Dozenten Georg Hartmann eine Beinprothese mit Hilfe von einem selbstgebauten 3D-Drucker. Das künstliche Bein ist für den Rumänen Laurentio Biro, wie morgenweb.de berichtet. Der Rumäne verlor vor knapp 20 Jahren ein Bein bei einem Verkehrsunfall und durchläuft seither ein Prozedere wie es auch viele andere durchlaufen müssen, die eine individuelle Prothese benötigen: lange Wartezeiten und hohe Kosten.

Hilfe erhielt Laurentio nun von den Auszubildenden des Berufsförderungswerks (BFW) Heidelberg. Das Team verwendete für die Herstellung der Beinprothese den 3D-Drucker der SRH Hochschule Heidelberg, mit dem Ziel ein künstliches, bezahlbares, schnell produziertes und perfekt angepasstes Bein herzustellen. Das ist dem Team augenscheinlich gelungen.

„Ich liebe diese Technik, weil sie keine Grenzen hat. So gut wie alles, was wir virtuell konstruieren können, können wir theoretisch auch herstellen“ (Michael Höfler, Dozent im Bereich Produktdesign und -entstehung; SRH Hochschule Heidelberg auf morgenweb.de)

Im ersten Schritt erstellte ein 3D-Scanner das notwendige, digitale 3D-Modell der Prothese. Die korrekte Verbindung zwischen Beinstumpf und Prothese ist wichtig, um eine optimale Passform der Beinprothese zu erhalten. Mit dem 3D-Scanner der Hochschule, ist nach Angaben der Betreiber, jede kleinste Unregelmäßigkeit darstell- und damit druckbar.

Selbstgebauter 3D-Drucker

Den Rest des Vorgangs übernimmt dann der 3D-Drucker der Hochschule. Bei diesem Gerät handelt es sich um ein Gerät der Marke Eigenbau und wurde vom wissenschaftlichen Mitarbeiter und Maschinenbau-Student Michael Eisele vond er SRH Hochschule Heidelberg konstrutiert. Gesamtprojektzeit für den Bau des 3D-Druckers: 6 Wochen.

„Unsere Auszubildenden sind Feuer und Flamme für die Technik“ (Michael Höfler)

Die SRH Hochschule Heidelberg, eine der größten privaten Hochschule in Deutschland, gehört mit zu den Pionieren im Einsatz der 3D-Drucker in der Forschung und Wissenschaft. Bereits vor 15 Jahren unternahm der Dozent Michael Höfler, der auch maßgeblich an diesem Projekt beteiligt war, die Pionierarbeit an der Hochschule und regte zur Anschaffung eines 3D-Scanners an. Die Kosten beliefen sich auf ca. 300.000 Mark. Mit diesem Schritt begann an der Hochschule die Faszination ‚3D-Druck‘, die bis heute anhält und mit fortschreitender Entwicklung der 3D-Drucker sogar noch weiter zunimmt. „Unser Auszubildenden sind Feuer und Flamme für die Technik“, so Michael Höfler.

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