Das Deutsche Zentrum für Luft- und Raumfahrt (DLR) hat mit dem „Bioprint FirstAid“ ein Gerät entwickelt, das den 3D-Druck von Gewebestrukturen zur Wundheilung auf Raumfahrtmissionen ermöglichen soll. Dieser kam kürzlich auf der Internationalen Raumstation (ISS) an. Dort wurde er getestet und die Ergebnisse zu weiteren Untersuchungen zurück auf die Erde geschickt.

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Menschen auf Raumstationen sind mit allerlei technischen Geräten, Werkzeugen und Materialien ausgestattet, die ihnen in vielen Situationen helfen. Doch auf dem Weg zur Raumstation können sie nicht unendlich davon mitnehmen. Um gerade auch bei medizinischen Notfällen geschützt zu sein, entwickelte das Deutsche Zentrum für Luft- und Raumfahrt mit dem Bioprint FirstAid einen Biotinten-3D-Drucker, der Gewebestrukturen aus den eigenen Hautzellen herstellen kann. Das erklärt die NASA auf seiner Website. Ein ähnliches Projekt gibt es auch auf der Erde. Die Forscher des Wake Forest Baptist Medical Centers haben den mobilen 3D-Druck von Haut am Krankenbett untersucht.

Details zum Bioprint FirstAid

Bioprinter FirstAid
Statt einem sperrigen Gerät ist der Bioprinter FirstAid (im Bild) handlich(Bild © OHB/DLR/ESA).

Der tragbare Bioprinter hat starke Ähnlichkeit mit einem Klebebandspender. Er kann in Echtzeit einen gewebebildenden Verband an der verletzten Stelle anbringen. Kürzlich ist er anlässlich der 24. Frachtnachschubmission von SpaceX auf der Internationalen Raumstation eingetroffen. 3D-Bioprinter sind sperrig und erfordern eine lange Kultivierungsphase, damit Patches reifen können. Der Bioprint FirstAid lässt sich in einer Hand halten.

Projektleiter Michael Becker von der Deutschen Raumfahrtagentur im DLR:

„Bei bemannten Weltraummissionen müssen Hautverletzungen schnell und effektiv behandelt werden. Mobiles Bioprinting könnte den Heilungsprozess deutlich beschleunigen. Die personalisierte und individuelle Bioprinting-basierte Wundbehandlung könnte einen großen Nutzen haben und ist ein wichtiger Schritt für die weitere personalisierte Medizin im Weltraum und auf der Erde.“

Für eine erste Demonstration verwendeten die Astronauten vorerst keine echten menschlichen Zellen, sondern fluoreszierende Mikropartikel. Mit schnell aushärtenden Gelen bilden diese Mikropartikel eine Abdeckung, die einem Pflaster ähnelt. Die Abdeckung wird auf dem mit Folie bedeckten Arm oder Bein des Astronauten gedruckt und für weitere Tests zur Erde zurückgeschickt. Mehr über den Bioprinter finden Sie auf der Website der NASA.

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Test des Bioprinters
Der Bioprinter FirstAid wurde auf der Raumstation getestet (im Bild)(Bild © OHB/DLR/ESA).

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