Unter dem Projektnamen „MELT“ plant die Europäische Weltraumagentur ESA einen 3D-Drucker für die Raumstation ISS zu entwickeln. Das Gerät soll die Astronauten bei der Fertigung von Halbleiterplatten unterstützen, für dessen Forschung die ESA 500.000 US-Dollar zur Verfügung gestellt hat.

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Die Europäische Weltraumagentur ESA hat 3D-Druck als ein wichtiges Instrument im „Weltraumrennen“ erkannt und als wesentlichen Bestandteil seiner Forschungen aufgenommen. Ein Ergebnis dieser Forschungen und Entwicklungen ist eine Kaltgasspritztechnologie mit der Metall bei Raumtemperatur mit einem 3D-Drucker ausgedruckt werden kann. Das Entwickler-Team erhielt dafür 500.000 US-Dollar Forschungs-Budget, weil die Technologie dazu beitragen kann eventuell wärmebasierte Verzerrungen und Beschädigung von Metallkomponenten zu verhindern.

Die ESA hat nun vier europäischen Technologiefirmen den Auftrag erteilt, eine „Steckbrett“-Maschine zur additive Fertigung (ALM) zu entwickeln, die auf der Internationalen Raumstation ISS eingesetzt werden kann, berichtet das 3D-Druck-Unternehmen BEEVERYCREATIVE auf seinem Blog. Das Steckbrett ist eine Konstruktionsbasis, mit der experimentelle Modelle von elektrischen Leiterplatten gebaut werden können.

Das Projekt trägt den Namen MELT (Manufacturing of Experimental Layer Technology) und ist ein Kooperationsprojekt zwischen vier Technologieunternehmen inklusive der deutschen Raumfahrtfirmen Active Space GmbH und OHB Systems AG. Das 3D-Druck-Unternehmen BEEVERYCREATIVE und die portugiesische Firma Active Space SA sind ebenfalls an dem Projekt beteiligt.

Das Ziel des Konsortiums ist die Entwicklung eben dieser 3D-Steckbrett-Maschine, die auf der ISS bei Schwerelosigkeit elektrische Schaltungen im Schichtaufbauverfahren drucken kann. Das ALM-Modell und die Software sollvon BEEVERYCREATIVE entwickelt werden, berichtet oben genannter Blog. Eine entsprechende Meldung auf der ESA-Webseite konnten wir allerdings zum Zeitpunkt jetzt nicht finden.

Der 3D-Spezialdrucker wird entworfen, um hochwertiges Polymermaterial auszudrucken, welches erstklassige mechanische und thermische Eigenschaften besitzt. Im Mai 2017 soll das Projekt „MELT“ erfolgreich abgeschlossen sein. Der fertige 3D-Drucker wird es der Mannschaft auf der ISS ermöglichen Schaltkreise selbst herzustellen. Wie auch bei allen anderen Projekten aus dem Bereich 3D-Druck in der Raumfahrt, werden wir auch bei diesem Projekt über alle Neuigkeiten in unserem 3D-Drucker-Newsletter berichten.

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