
Hergestellt wurde die Antenne per 3D-Drucker in einem ganzen Stück und sorgte den Ingenieuren zufolge für eine extrem hohe Genauigkeit. Die Messungen und die Simulationen würden sehr gut übereinstimmen, berichtet der Antennen-Testingenieur Luis Rolo in dem oben verlinkten Mitteilung der ESA.
Basierend auf einem 3D-Modell wurde eine Simulation durchgeführt und resultierte in einer deutlichen Erhöhung der Genauigkeit bei der Antenne. Wie er weiter berichtet, werde mit dem 3D-3D-Druck der Antenne Montageverlagerungen vermieten und typische Probleme einer langen in der Supply-Chain reduziert, was in der Summe aus Sicht der ESA-Experten hervorragende Ergebnisse ermögliche.
Weniger Gewicht, Kosten und Größe

Der 3D-Druck führe SWISSto12 zufolge neben einer Steigerung der Genauigkeit zu einer Kostenreduktion, Gewichtsreduzierung, einer Erhöhung der RF-Design-Flexibilität und einer Verkleinerung der eigentlichen Komponente. Das Ziel der Schweizer Firma ist eine Reduzierung des Gewichts, der Kosten und der Größe in Bezug auch auf andere Weltraum-Antennen-Typen. Zugleich werden die Möglichkeiten ausgeweitet die Datenübertragungen während einer Weltraummission zu erhöhen. Bisher schaffte es die Firma neue Antennen-Designs zu entwickeln, die in zehn mal kleinere Größen resultierten als bestehende Antennen.
Der Einsatz der 3D-Drucktechnologie ermöglicht Firmenangaben zufolge Möglichkeiten für die Herstellung von HF-Strukturen, die bisher nicht realisierbar waren. Die Wellenleiter und Filterkomponenten wurden ebenfalls additiv hergestellt. Die Verwendung von Kunststoff als Druckmaterial dient der Gewichtsreduktion und Wärmedämmung. Eine anschließende Kupferbeschichtung gewährleistet EF-Leistungen nach dem heutigen Stand der Technik.
Aktuell handelt es sich bei der Antenne aus dem 3D-Drucker um einen Prototypen, doch in Tests der „Compact Antenna Test Range (CATR)“ der ESA konnte die „All-in-One-Deoppelreflektorantenne“ mit einer sehr zufriedenstellenden Leistung die ESA-Forscher überzeugen. Die nächsten Schritte umfassen eine Verfeinerung der 3D-gedruckten Antenne und den Entwurf komplexerer Geometrien, mit dem Ziel, höhere Frequenzen empfangen zu können.
Langfristiges Ziel der ESA und SWISSto12 sind weltraumtaugliche Hochfrequenzkomponenten aus dem 3D-Drucker, für die Beobachtung der Erde und für unterschiedliche wissenschaftliche Instrumente. In unserem Newsletter halten wir zum Thema „3D-Druck in der Raumfahrt“ weiter kostenlos auf dem Laufenden (zur Anmeldung..)






