Die Zukunft des 3D-Filaments:

Wissenschaftler entwickeln „grüneres“ Plastik

 10. Juli 2015  Mayra Condemarin  

In Belgien ist einem Wissenschaftlerteam gelungen eine Technik zu entwickeln, die die Zukunft des 3D-Filaments neu gestalten könnte. Günstigeres und „grüneres“ PLA ist die Vision. 

Egal wo wir hinschauen, überall und jeden Tag nutzen wir Plastik. Heutzutage ist das Material aus dem die unterschiedlichsten Sachen hergestellt werden keinesfalls mehr aus unserem Alltag wegzudenken. Da erstaunt es nicht, wenn schon sehr früh daran gedacht wurde umweltfreundliches und wiederverwertbares Plastik zu produzieren. Polylactide ist hier das Stichwort, besser bekannt als PLA. Doch nicht überall wird das „grünere“ Plastik effizient genutzt. Ein Wissenschaftsteam zeigt, wie sich das bald ändern könnte.

Bioplastik
Vor allem aus Mais wird das „grünere“ und günstigere PLA gewonnen (Foto: © Shutterstock)

Das Bioplastik PLA wird aus einem Mix unterschiedlicher Materialien wie dem Zucker in Mais gewonnen. Wird der Einsatz und die Produktion des PLA sorgsam durchgeführt, dann kann sie in der Industrie hervorragend angewendet werden, da es kompostierbar und recyclebar ist. Es ist zudem eines der Plastiken, das mit 3D-Druckern kompatible ist. Ein Team aus Wissenschaftlern an der Katholischen Universität Löwen in Belgien hat jetzt eine neue Technik entwickelt, wie schneller und vor allem günstiger PLA hergestellt werden kann, dies geht aus einem Artikel der offiziellen Homepage hervor.

PLA herzustellen erfordert viel Arbeit und ist zudem sehr kostspielig. Deshalb ist es in vielen Bereichen noch keine Alternative zu herkömmlichen Plastiken. Doch das soll sich bald ändern, denn Michiel Dusselier und sein Team haben ein Verfahren entwickelt, bei dem Zwischenschritte des Produktionsprozesses ausgelassen werden können, um so mit der Herstellung auch in die Massenproduktion einsteigen zu können. Während man in der Vergangenheit aus der gewonnenen Milchsäure, aus dem das PLA nach der Gärung besteht, zunächst nur eine Vorstufe des PLA erhielt, sprich ein qualitativ schlechteres Plastik, das später erst seinen Feinschliff bekam, kann heute dieser Schritt ausgelassen werden.

Dadurch wird die Produktion günstiger und Dusselier versichert, dass so PLA schneller und in Massen produziert werden kann. 3D-Druckfilamente werden dadurch nicht nur günstiger und grüner, auch andere Dinge, die wir täglich benutzen und die eine Menge Müll produzieren könnten hoffentlich bald durch das neue PLA ersetzt werden.

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