Forschung:

Spaniens Institut für Keramiktechnik verstärkt Forschung an keramischem 3D-Druck

 18. September 2017  Remziye Korner  

Das spanische L’Instituto de Tecnologia Cerámica ITC (Forschungseinrichtung mit Schwerpunkt Keramik in der Industrie) kündigt an, sich zukünftig mehr auf die additive Fertigung zu konzentrieren.

Das spanische L’Instituto de Tecnologia Cerámica (ITC) hat angekündigt, verstärkt am keramischen 3D-Druck zu arbeiten. Dank der neuen Initiative „3DPRINT Advance“ plant das ITC die Entwicklung von 3D-Druck-Keramikwerkstoffen für industrielle Anwendungen und mehr, so das spanischsprachige Portal Levante.

3D-Druck in der Keramikbranche populär

Auch die Keramikbranche bleibt von der Popularität des 3D-Drucks nicht verschont. Nicht nur die Herstellung ausgefallener, dekorativer Haushaltswaren aus Keramik sieht vielversprechend aus. Auch in der Medizin, der Luft- und Raumfahrt und in der nationalen Verteidigung kann man mit dem keramischen 3D-Druck viel erreichen. Kürzlich erst haben die Forscher ein neues, auf Ton basierendes Bioprinting-Material, mit dem die effektive Arzneimittelabgabe durch biogedruckte Gitter möglich ist, als neuen Schritt vorwärts angepriesen. Keramik kann so hergestellt werden, dass es außergewöhnlich stark ist und extrem hohen Temperaturen widersteht. So sind Produkte mit Keramik vielseitig und nützlich einsetzbar.

Besucher bei der Cevisama
Besucher am Stand des Instituts auf der Messe Cervisama 2017 (Bild: © ITC)

Daher plant das ITC die Forschung auf dem Gebiet der 3D-gedruckten Keramik im Laufe der nächsten Jahre zu verstärken. Das Institut möchte die Entwicklung neuer 3D-bedruckbarer Keramikmaterialien, die in der Industrie Anwendung finden können, genauer untersuchen. Eine Verbesserung des keramischen 3D-Druckprozesses ist ein weiteres Ziel.

Cevisama Messe und„Ceramic Morphologies“ hinterließen bei ITC-Verantwortlichen Eindruck

Auf der Cevisama, einer internationalen Fachmesse für keramische Fliesen- und Badezimmerausstattung, entdeckten Verantwortliche des ITC, dass das Interesse an der additiven Fertigung sehr hoch ist. Der einsatzfähige 3D-Drucker auf dem Stand der ITC, der kunstvolle Keramikstücke herstellte, lockte viele Besucher an. Die Stücke waren Teil des Kooperationsprojekts mit der School of Design der Harvard University. Das Projekt trug den Titel „Ceramic Morphologies“. Für den ITC waren die Eindrücke auf der Cevisama rund um den 3D-Druck die Inspiration, um die additive Fertigungsforschung voranzubringen.

3D-Druck Keramikgitter von HR Laboratories
Das Beispiel eines 3D-gedruckten keramischen Gitters, das Temperaturen von über 1400 °C aushält, von HRL Laboratories. (Bild: © HRL Laboratories)

Das Institut war für die Entwicklung der keramischen Materialien für das Projekt auf der Cevisama verantwortlich. Ziel war es, das Potential der additiven Herstellung von Keramikteilen in der Industrie genauer zu ergründen. 3D-Drucktechnologien eröffnen neue Möglichkeiten in der keramischen Herstellung. Auf technischer Ebene möchte das Institut nun prüfen, wie sich thermodynamische Wärmeprinzipien auf 3D-gedruckte Geometrien auswirken.

Das L’Instituto de Tecnologia Ceràmic entstand 1969 durch eine Zusammenarbeit zwischen der Ceramic Industry Research Association (AICE) und der Universität Jaume I (UJI) von Castellón. Seit Jahrzehnten arbeiten sie daran, Akademiker und Unternehmen zusammenzubringen, um die spanische Keramikindustrie voranzutreiben und weiterzuentwickeln.

Bereits 2014 präsentierte HRL Laboratories ein Verfahren, um den 3D-Druck komplexer Produkte zu ermöglichen.

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