Medizinischer 3D-Druck:

Kasseler Vitos-Klinik fertigt Kniegelenke mit 3D-Drucker

 4. September 2014  Andreas Krämer  

Die Vitos Klinik Kassel setzt bereits bei zehn Prozent aller Knieprothesen auf massgeschneiderte Prothesen aus dem 3D-Drucker. Aufgrund der schnelleren Genesung der Patienten plant die Vitos Klinik den Anteil nun auf 6 60 Prozent zu erhöhen.

Kniegelenk aus 3D-Drucker
Maßgeschneidert für den Patienten: Ärzte in Kassel setzen auf Knieprothesen aus dem 3D-Drucker (Bild © hna.de/ Konrad).

Die Vitos Orthopädische Klinik Kassel setzt das 3D-Druck-Verfahren zur Herstellung maßgeschneiderter Knieprothesen ein, berichtet die Hessische/Niedersächsische Allgemeine. Die Patienten würden bisherigen Erfahrungen zufolge mit dem Massgelenk aus dem 3D-Drucker in kurzer Zeit schmerzfrei gehen können und sind früher wieder mobil.

Bislang wird bei zehn Prozent der jährlich 650 Knieprothesen-Operationen 3D-Druck eingesetzt. Ziel der Kassler Klinik ist es den Anteil auf 60 Prozent zu erhöhen.

Die Knieprothese aus dem 3D-Drucker gleicht der natürlichen Form des Oberschenkelknochens. Der OP-Arzt kann derzeit zwischen fünf und zehn Standardgrößen wählen mit denen der Patient versorgt werden kann. Im Rahmen einer Operation ist es möglich, dass beim Oberschenkelknochen oder Unterschenkelknochen mittels Abfräsung eine Anpassung an Knieprothesen erforderlich ist. Mit dem neuen Verfahren entfällt dieser Schritt.

Nach Angaben von Professor Werner Siebert (Direktor der Vitos Orthopädische Klinik Kassel) geht etwa 25 Prozent weniger Kniesubstanz verloren. Das Knie sei mit der maßgeschneiderten Prothese beweglicher. Hergestellt wird die 3D-gedruckte Knieprothese basierend auf einem zuvor erfolgtem 3D-Scan des Beins im Rahmen eine medizinisch-typischen Computertomographie.

Die Daten werden anschließend zum einem spezialisierten Hersteller für Prothesen nach Boston übermittelt. Dort entsteht ein 3D-Modell des Knies, das mit Hilfe eines 3D-Druckers schließlich gefertigt wird. In einem letzten Schritt entsteht das individuelle Implantat aus einer Chrom-Kobalt-Legierung inklusive Schnittschablonen. Die Kosten für eine solche Knieoperation übernimmt die Krankenkasse.

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