Forscher vom deutschen Bundesministerium für Materialforschung und -prüfung (BAM) haben einen Bericht veröffentlicht, der sich mit dem Thema zur Eignung der Exkremente von Termiten für den pulverbasierten 3D-Druck beschäftigt. Dabei hebt das BAM besonders Exkremente des Hausbocks und der Trockentermiten als potenzialstarkes 3D-Drucker-Material hervor. Als Bindemittel könnte bei Objekten aus dem gröberen Material Baumharz eingesetzt werden, um so nachhaltige 3D-Druckmaterialien zu schaffen.

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Logo Bundesanstalt für Materialforschung und -prüfungViele Projekte widmen sich der Suche nach nachhaltigeren Filamentalternativen. Laut der Bundesanstalt für Materialforschung und -prüfung (BAM) bestehen die Exkremente des europäischen Hausbockkäfers Hylotrupes bajulus und der Trockenholztermiten Incisitermes marginipennis aus kleinen Pellets mit guter Fließfähigkeit. Das Material soll sich laut einer aktuellen Untersuchung der BAM (PDF, 5MB; öffnet in neuem Fenster) für den pulverbasierte 3D-Druck eignen.

3D-Druck mit Kot

Die im natürlichen Prozess hergestellten Exkremente der Tiere kann den Forschern zufolge als nachhaltiges Ausgangsmaterial eingesetzt werden. Solche Materialquellen könnten nicht nur Kosten- und Emissionseinsparungen bringen, sie sind auch weniger gefährlich, was die Erzeugung von Feinstaub und Nanopartikeln bei der Aufbereitung des Druckmaterials und im Druckprozess angeht. Bleibt der Feinstaub in der Luft, ist er ein Risiko für die menschliche Gesundheit.

Die winzigen Termitenexkremente (Pellets) verursachen kein Gesundheitsrisiko. Sie sind bis zu 1 mm groß und somit zweimal größer als herkömmliche 3D-Druck-Materialien für pulverbasierte Prozesse. Die Größe bietet den Vorteil, dass gröbere Pulver die Herstellung von Teilen mit höheren Schichtdicken ermöglichen. Außerdem führen sie zu höheren Aufbauraten. Damit sich die Pellets für Produkte wie Möbel eignen, müssen sie mit einem Bindemittel verarbeitet werden. Bindemittel wie das von der Bundesanstalt für Materialforschung und -prüfung avisierte Baumharz werden auf ihre Eignung untersucht.

Nachhaltige 3D-Drucker-Materialien im Fokus der Materialforschung

Der 3D-Druck mit nachhaltigen Materialien ist häufiger Forschungsthema. Für das Start-up FORUST ist zum Beispiel Holz ein sehr nachhaltiges 3D-Druck-Material. 2019 hat das US-Unternehmen 6K nachhaltiges 3D-Druck-Material in Pulverform angekündigt. Das italienische Unternehmen WASP überzeugte bereits in der Vergangenheit mit nachhaltigen Projekten, wie etwa mit 3D-gedruckten Häusern aus Pflanzenmaterialien. Weitere Projekte, die sich positiv auf die Umwelt auswirken werden, befinden sich auf unserer Themenseite Umweltschutz mit 3D-Druck.

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