Logo Columbia University3D-gedruckte Lebensmittel gibt es schon seit einiger Zeit, aber im Vergleich zu anderen Bereichen des 3D-Drucks ist das s.g. „Foodprinting“ noch relativ unentwickelt. Lebensmittel aus einem 3D-Drucker bestehen größtenteils aus bereits gemischten Zutaten, die zu gewünschten Formen extrudiert werden. Schokolade ist ein beliebtes Medium, ebenso wie andere Lebensmittel, die nicht vorher oder nachträglich gekocht werden müssen und kalt verarbeitet werden.

Eine Gruppe von Forschern der Columbia University hat jetzt eine 3D-Druckmaschine entwickelt, die sowohl den 3D-Druck von Lebensmitteln als auch deren Kochen gleichzeitig ermöglichen soll und damit Möglichkeiten für eine größere Vielfalt an 3D-Druckerzeugnissen eröffnet. Diese neueste Methode ist insofern einzigartig, als sie verschiedene Zutaten – wie Huhn mit Teig – kombinieren und jede einzelne Zutat selektiv kochen kann. Dabei kommt auch Infrarot zum Einsatz. Die Ergebnisse wurden unter dem Titel „Multi-Material Three-Dimensional Food Printing with Simultaneous Infrared Cooking“ veröffentlicht.

„Die Integration eines Infrarot-Heizmechanismus in den Drucker ermöglicht eine genauere räumliche Steuerung der an das bedruckte Lebensmittel abgegebenen Wärme.“, heißt es in dem Forschungsbericht.

Professor Hod Lipson von der Columbia University entwickelte dafür einen kaffeemaschinengroßen 3D-Lebensmitteldrucker, der praktische Anwendungen in der Heimküche, für Ernährung und Gesundheit sowie für Menschen mit besonderen Bedürfnissen bietet.

Essbare Paste aus dem 3D-Drucker
Die Forscher präsentieren ihren Lebensmitteldrucker am Beispiel von einer Kreation, bei der Sesampaste und Hühnerpaste zu einem fertigen, essbaren Objekt additiv verarbeitet werden (Bild © Columbia University).

Im vergangenen Jahr haben Lipson und seine Schüler einen 3D-Lebensmitteldrucker entwickelt, der essbare Erzeugnisse durch computergesteuerte Software und das tatsächliche Kochen von essbaren Pasten, Gelen, Pulvern und flüssigen Zutaten herstellen kann – alles in einem Prototyp, der wie eine elegante Kaffeemaschine aussieht.

In den letzten Jahren haben viele Unternehmen den Einstieg in den 3D-Druckmarkt für Lebensmittel vollzogen.

Zuletzt startete das deutsch-niederländische Projekt Cook.3D mit dem Ziel den 3D-Druck von Lebensmitteln weiterzuentwickeln. Auch aus den Niederlanden stammt das Start-up „Upprinting Food“, welches Lebensmittelabfälle als Grundlage verwendet, stylische Snack mit einem 3D-Drucker herzustellen und so zur Verschwendung von Lebensmitteln ein Zeichen setzen will.  Auch die Columbia-Forscher sind keine Unbekannten. So stellten sie Anfang dieses Jahres einen Lebensmitteldrucker mit integriertem Laser vor, über den wir hier genauer berichteten. Alle zukünftigen Entwicklungen auf diesem Bereich sind Teil unseres kostenlosen Newsletters auf 3D-grenzenlos.de (hier anmelden).

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