In der Medizin wird jeden Tag neues erreicht und oft passieren auch Wunder. Doch wie in allen Bereichen unseres Lebens auch, muss manchmal Technologie aushelfen. Das Stichwort „Bioprinting“ hat da schon einiges bewirken können. Neueste Forschungen kommen von der Medizinischen Universitätscenters VU in Amsterdam.

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Nasen- und Ohrenknorpel
Niederländischen Forschern ist es gelungen Knorpel mithilfe eines 3D-Druckers herzustellen. (Bild © vumc.nl)

Fast täglich berichten wir über neue Errungenschaften im „Bioprinting“-Sektor, bei dem wir schon in nur wenigen Jahren Zeugen revolutionärer Transplantationen werden könnten. Und auch wenn es noch dauern wird bis beispielsweise das erste vollständige Organ aus dem 3D-Drucker in einem Menschen eingesetzt wird, so sind heute schon viele Wissenschaftler dabei Spektakuläres mit dieser Technologie zu schaffen.

Einer Gruppe aus Wissenschaftlern des Medizinischen Universitätscenters VU in Amsterdam ist es gelungen mithilfe von 3D-Druckern Knorpel in Form von Nasen und Ohren herzustellen, die wirklich einsatzbereit sind. Die Knorpelgebilde bestehen aus menschlichen Stammzellen und laufen so ein geringeres Risiko vom Körper abgestoßen zu werden. Patienten, die bei Unfällen oder nach Kampfeinsätzen diese wichtigen Gesichtsorgane verloren haben, könnten schon bald neue erhalten.

Ohrknorpel
Schon bald wird es möglich sein verlorene Organe wie Ohren durch künstliche Knorpel wieder zu rekonstruieren. (Bild © vumc.nl)

Der 3D-Drucker, der vom medizinischen Zentrum dafür genutzt wurde, konnte dank unterschiedlicher Finanzierungspartner und Spendenaktionen angeschafft werden. Das Gerät ist in der Lage mit verschiedenen Materialien gleichzeitig zu arbeiten, etwas, was die meisten „Bioprinter“ noch nicht können. Nach einem Jahr der Forschung haben die niederländischen Wissenschaftler es dann geschafft die Früchte ihrer Gerätschaft zu tragen.

Irgendwann wird es für Patienten, die ihre Nasen und Ohren verloren haben, möglich sein aus ihren Stammzellen neue Organe künstlich herzustellen, die dann eingesetzt werden um so das ursprüngliche Gesicht rekonstruieren zu können. Wann genau diese Methode Teil alltäglicher, medizinischer Transplantationsverfahren sein wird, ist noch ungewiss.

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