Tomsk TPU-120:

Russischer Nanosatellit aus dem 3D-Drucker funkt erste Signale

 17. Mai 2016  Andreas Krämer  

Die russische Raumfahrtbehörde „Roscosmos“ vermeldet die Erfolgreiche Übertragung von Daten des Nanosatelliten „Tomsk TPU-120“. Der Satellit wurde Ende März zur Internationel Raumstation ISS transportiert. Das Gehäuse des Satelliten stammt aus einem 3D-Drucker.

Der Nanosatellit der russischen Raumfahrtbehörde Roscosmos („Роскосмос“) wurde mit einem 3D-Drucker hergestellt. Wie die Behörde auf Facebook in einem Beitrag mitteilte, wurden mit dem Satelliten erstmals Testsignale übermittelt und empfangen. Am 22.03.2016 startete der Flug des Nanosatelitten „Tomsk TPU-120“ zur Internationalen Raumstation ISS.

Die Roscosmos-Astronauten im russischen Bereich der ISS schalteten den Tomsk TPU-120 jetzt an und übermittelten Testsignale ins All. Der Test lief den Russen zufolge erfolgreich. Das Gehäuse des Satelliten stammt aus dem 3D-Drucker. Er dient vor allem dazu, eine bildungswissenschaftliche Mission zu erfüllen.

Der Tomsk TPU-120 verfügt neben seiner Hülle aus dem 3D-Drucker auch über Sonnenbatterien, Funkgeräte, Ladekomponenten und weiter wissenschaftliche Elemente. Die Polytechnische Universität Tomsk in Russland entwickelte den Satelliten im Rahmen einer strategischen Partnerschaft mit dem Raumfahrtkonzern RKK Energija. Der Raumfrachter Progress MS-02 transportierte den Nanosatelliten zur ISS.

Satellit aus dem 3D-Drucker
Tomsk TPU-120: Das Gehäuse von dem Satelliten stammt aus dem 3D-Drucker (Bild © Polytechnische Universität Tomsk).

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