Russische Wissenschaftler haben mit dem Tomsk TPU-120 einen Satelliten mit Hilfe von 3D-Druck geschaffen. Der Satellit soll den Wissenschaftlern dabei helfen, Daten zu sammeln für zukünftig Raumfahrtprojekte. Ende März soll der Satellit zur Raumstation ISS geschossen werden. Die russischen Forscher sprechen von einem „Durchbruch beim Einsatz von 3D-Druck für die Raumfahrt“.

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Die russische Tomsk Polytechnic University hat mit dem Tomsk TPU-120 den ersten Nanosatellit Russlands per 3D-Drucker hergestellt, berichtet die Universität. Der Satellit soll Ende März zur internationalen Raumstation ISS geschossen werden. Er wurde basierend auf dem CubeSat entwickelt, besteht aus einer Reihe neuer Materialien und ist mit Hilfe von einem 3D-Drucker entstanden.

Entwickelt wurde der Nanosatellit um neue Forschungsmodelle für die Universität für Festigkeitsphysik und Materialwissenschaften zu testen. Er wurde mit Sensoren ausgestattet, welche die Temperaturschwankungen registrieren und exakt verfolgen wie sich die Batterien, Elektronik und Komponenten des Tomsk TPU-120 im Weltraum verhalten. Alle Daten werden in Echtzeit zur Erde gesandt und soll Forschern bei der Optimierung von Raumschiffen und Raumstationen für zukünftige Weltraummissionen helfen. Es soll den Studenten außerdem helfen das Design kleiner Satelliten zu optimieren. Nach Angaben der Wissenschaftler wird sogar entschieden, ob in Zukunft Pläne zum Bau eines kleinen Raumschiffs umgesetzt werden können. Auch hierfür sammelt der Tomsk TPU-120-Satellit aus dem 3D-Drucker wertvolle Daten.

Tomsk TPU 120
Tomsk TPU 120: Russischer Satellit aus dem 3D-Drucker zum Einsatz auf der Raumstation ISS (Bild © Tomsk Polytechnic University)

Der Nanosatellit wird sechs Monate im Betrieb sein und von ISS-Astronauten während eines Spacewalk im Weltraum ausgesetzt. Wie die Erbauer des Satelliten sagen, beweise der Tomsk TPU-120 dass die 3D-Drucktechnologie einen Durchbruch bei der Herstellung von Kleinsatelliten geschaffen habe. Die finalen Vorbereitungen für den Start des 3D-Nanosatelliten laufen auf Hochtouren, bevor er am 31.März 2016 vom Weltraumbahnhof Baikonur starten wird.

Zwanzig Studenten haben seit 2014 an der Entwicklung des Satelliten gearbeitet, unterstützt von verschiedenen russischen Instituten, die auf die Fertigung kleiner Roboter-Flugzeuge spezialisiert sind. Als Antrieb wurde ein Ionenplasma-Triebwerk verbaut mit dem die Studenten den Tomsk TPU-120 steuern können. Das Innenleben ist wie ein Sandwich aufgebaut, bestehend aus elektronischen Plattenschichten, die mit Sensoren, Batterien und Solarbatterien bestückt sind. Das aktive Orientierungssystem erlaubt es den Satellit wie ein Raumschiff zu bewegen.

Das leichte Kunststoff-Gehäuse und die Keramik-Batterie-Pakete wurden mit einem 3D-Drucker hergestellt. Beides sind wichtige Elemente im Nanosatelliten. Die Keramikschicht dient dem Schutz des Satelliten vor schädlicher Sonnenwärme und eisiger Kälte. Im Mai 2016 feiert die Tomsk Polytechnik Universität ihr 120-jähriges Jubiläum und zu diesem Anlass wird der Satellit eine Grussbotschaft in zehn Sprachen zur Erde senden, um die Geschichte der Technik und Raumfahrt zu feiern aber auch allen Menschen Frieden und Glück zu wünschen.

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