Der russische Rüstungskonzern UIMC hat eine Drohne aus einem 3D-Drucker hergestellt. Wesentliche Teile der Drohne stammen aus dem 3D-Drucker und können dem Rüstungskonzern zufolge schnell und vor Ort vom Militär am Einsatzort nachgebaut werden. Russische Medien feiern die Drohne als „Kamikaze-Drohnen“.

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Auf der Industriemesse Innoprom in Jekaterinburg im Uralgebirge in Russland, hat der russische Rüstungskonzern UIMC eine per 3D-Drucker hergestellte Drohne präsentiert. Nach Konzernangaben wurde die Flugtauglichkeit der Drohne schon getestet, berichtet das Blog opkrt.ru. Die einzelnen Bauteile der Drohne wurden innerhalb eines Tages ausgedruckt und waren nach 15 bis 20 Minuten zusammengebaut.

Die Drohne hat eine Flügelspannweite von 2,40 Meter, wiegt 4 Kilogramm und kann bis zu 50 Kilometer weit fliegen. Der Antrieb der Drohne stammt nicht aus dem 3D-Drucker sondern wird von einem anderen russischen Unternehmen hergestellt und geliefert. Mit einem 3D-Drucker gedruckt werden können bislang der Rumpf, Flügel und der Schwanz der Drohne.

Zur Gewichtsreduzierung verfügt das Fluggeräte über eine Abdeckung für den Propeller. Auf der technischen Seite kann die Drohne laut UIMC mit verschiedenen Kameras und Kommunikationstechniken ausgestattet werden. Sie sei für eine Vielzahl an Aufgaben einsetzbar.

Wie Sergey Skokov, der CEO von UIMC berichtet, sorge der 3D-Druck für eine bedeutend schnellere Herstellung und sei kostengünstiger. Sollte ein Drohnenteil beschädigt werden, könne das Ersatzteil innerhalb kürzester Zeit und vor Ort hergestellt und ausgetauscht werden. In militärischen Auseinandersetzungen könnten die Drohnen aus dem 3D-Drucker massenhaft eingesetzt werden, weil die Zerstörung oder Beschädigung einer Drohne dann kaum mehr eine Rolle spielen würde. In einigen russischen Medienberichten werden derartige Drohnen auch als „Kamikaze-Drohnen“ bezeichnet.

Eine Gefahr besteht darin, dass Gegner, Terroristen und Kriminelle ebenso per 3D-Drucker eigene Drohnen herstellen und für ihre unlauteren Ziele wie Terroranschläge einsetzen könnten. Daher beschäftigt sich auch längst die Politik mit dem Thema.

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