Es ist das gleiche Team aus Forschern welches bereits im Juni dieses Jahres herausfand, dass ein Haushalt bei der Herstellung von nur 20 Objekten mit dem 3D-Drucker bereits 300 bis 2.000 Dollar pro Jahr einsparen kann. Diesmal gingen die Forschungen in Richtung Umweltschutz und CO²-Austoß. Das Ergebnis überraschte: Mit dem 3D-Druck zu Hause lassen sich bis zu 65% an Energie einsparen.

IT’ler und Technik-Liebhaber haben schon lange die Vorteile der 3D-Drucker für den Privatgebrauch erkannt. Aus dem anfänglichen Hype um die neue Generation der Haushaltsgeräte wird zunehmend ein ernstzunehmender Markt, wie die aktuelle Marktstudie zum 3D-Druck zeigt. Treiber für den stetig wachsenden Entwicklungszyklus sind häufig die Ergebnisse von Forschungen zum 3D-Druck. Weit vorne mit dabei ist der Materialforscher Joshau Pierce von der Michigan Technological University, der bereits im Juni 2013 mit seinen Ergebnissen zur Studie über „Einsparungen im Privathaushalt mit einem 3D-Drucker“ für helle Ohren gesorgt hatte.

Die Studie: Lässt sich mit heimischen 3D-Druck die Umwelt schonen?

Seine aktuelle Studie ist dabei nicht weniger interessant. Ziel war es herauszufinden, in wie weit es für die Umwelt förderlicher ist gewisse Gebrauchsgegenstände im Haushalt lieber mit dem heimischen 3D-Drucker herzustellen, als diese von Übersee (z.B. China, Taiwan, usw.) importieren zu lassen. Seine Erwartungen lagen zunächst zu Gunsten des Massen-Imports, an Stelle der Herstellung zu Hause.

Es ist effizienter, Sachen in einem Kessel einzuschmelzen als in einem Reagenzglas (Joshua Pierce)

Die zuvor aufgestellte These ist logisch: Lieber in großen Mengen produzieren (der Kessel ist eh einmal warm), als für jedes zu produzierende Objekt den Kessel neu aufzuheizen (der heimische 3D-Drucker muss jedes mal neu warm laufen, um den Plastikdraht zum schmelzen zu bringen). Hauptaufgabe war es daher den gesamten Lebenszyklus der untersuchten Produkte (Plastik-Baustein, Wasserspeier, Entsafter) zu betrachten. Dabei wurde der Energieverbrauch für den Transport der Produkte von Übersee bis in den US-Haushalt eingerechnet. Und damit wurde das Blatt gewendet.

Nach den Ergebnissen von Joshua Pierce und seinem Forscher-Team liegt der Energieverbrauch für das mit dem einfachen 3D-Drucker zu Hause erstellen 3D-Objekt letztlich 41 bis 64 Prozent unter dem Energieverbauch der importieren Objekt. Ein Teil der Ersparnis begründet sich mit dem geringen Materialverbrauch. Mit dem 3D-Druck zu Hause lässt sich somit nicht nur die Haushaltskasse schonen, durch die günstigeren Anschaffungskosten, sondern auch der Energieverbrauch (und damit CO²-Austoß) senken und aktiv Umweltschutz betreiben.

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