Unter dem Hashtag #Remake3D hat der 3D-Drucker-Verbund 3D Hubs eine begrüßenswerte Aktion gestartet, bei der das Recycling von Filament bei 3D-Drucken im Vordergrund steht. User erhalten so die Möglichkeit Filament aus Verschnitt oder Fehldrucke gegen neues Filament einzutauschen.

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"Remake3D"-Hashtag
Unter dem Hashtag Remake3D läuft die Kampagne von 3D Hubs, zum Recyclen von Filament (Bild © 3D Hubs).

Wer mit einem 3D-Drucker arbeitet erzeugt wie bei fast jeder anderen Fertigungsmethode Müll in Form von Fehldrucken, frühen Prototypen, Testobjekten oder Objekten, die sich zu früh von der Druckplattform gelöst haben. Ein Wegwurf dieses Plastikmülls ist keine besonders umweltfreundliche Lösung. Stattdessen wäre die Verwendung eines biologisch abbaubaren Ökoplastik oder der Einsatz von Filamenten aus recycleten Kunststoff sinnvoller. Beispiele, wie mit 3D-Druck die Umwelt nicht belastet sondern eher geschützt werden kann, haben wir bei uns im Magazin schon einige präsentiert.

Der 3D-Drucker-Verbund 3D Hubs bietet jeden User die Möglichkeit seinen 3D-Drucker als Hub zu registrieren um Objekte im Auftrag von Kunden zu drucken die selbst keinen 3D-Drucker besitzen. Nun sollen für Fehldrucke und Verschnitt drei Recyclingzentren in London, Boston und dem niederländischen Breda eingerichtet werden. Die 3D Hub-Mitglieder sollen dort ihre Fehldrucke hinschicken und als Gegenleistung Recycling-Filamente erhalten.

Welche Technik für die Wiederaufbereitung eingesetzt wird, darüber erteilte das Unternehmen bisher keine Auskunft. Jedoch konnten dem 3D Hubs-Blog zufolge bereits einige Erfahrungen mit dem Filabot gesammelt werden. Jedes Mitglied welches bis zum 9.September 2015 ein Foto der persönlichen 3D-Druck-Katastrophe in einem beliebigen sozialen Medium veröffentlicht und den Hashtag #REMAKE3D verwendet, kann Recycling-Filament der niederländischen Firma Refil gewinnen, welches am Perpetual Plastic Project beteiligt ist.

Auf Kickstarter sammelt das Unternehmen für sein Gerät Next 1.0 derzeit Geld ein, um es realisieren und herstellen zu können. Das Gerät verwendet Pellets oder geschreddertes Altplastik als Rohmaterial und fertigt daraus Filamente. Der aktuell noch buchbare Early-Bird-Beitrag für diesen 3D-Recycling-Drucker beläuft sich auf stolze 1700 Euro plus Versandkosten und Zoll.

Das Filament muss möglichst sortenrein sein und der Draht exakt dem Durchmesser der Druckdüse entsprechen, weil ansonsten Fehldrucke entstehen können. Der Nachteil von wiederaufbereitetem Kunststoff ist, dass bei jedem Recycling der Anteil kürzerer Polymerketten steigt und dies wirkt sich negativ auf die Qualität aus.

Auf Grund dieser Tatsache mischen Aufbereiter dem Altkunststoff frischen Kunststoff bei, um eine gleichbleibende Qualität der Filamente zu gewährleisten. Gegenüber dem Kauf neuer Filamente ist der Erwerb von Kunststoffgranulat deutlich günstiger. Das Granulat dient als Ausgangsmaterial für die kostengünstige Herstellung von Filamenten.

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