Defense Distributed LogoDer umstrittene Waffennarr Cody Wilson verlässt nach einem Vergewaltigungsvorwurf sein eigenes Unternehmen Defense Distributed. Wie seine Nachfolgerin Paloma Heindorff in einem Artikel der „Texas Tribune“ erklärte, spiele Wilson aktuell keine Rolle mehr in der Firma, welche digitale 3D-Dateien für Schusswaffen aus dem 3D-Drucker verbreitet. Cody Wilson zog mit seinem Rückzug aus Defense Distributed seine Konsequenzen aus dem Vergewaltigungsvorwurf.

Die Vergewaltigung

Paloma Heindorff arbeitete ihren Angaben zufolge in ihrer Heimat Großbritannien als Dichterin, bevor sie sich für einen Umzug nach New York City und schließlich Texas entschied, um bei Cody Wilsons Projekt mitzuwirken. Sie glaube fest an sein Ziel, dass sie als eines der effektivsten und elegantesten Aktivismusformen bezeichnete und Teil seiner Aufführungen sein wollte.

Waffenteile von Defense Distributed entworfen
Künftig wird Paloma Heindorff die Geschäfte der Defense Distributed leiten (Bild © Bob Daemmrich / Texas Tribune).

In der letzten Woche wurde nach Wilson gefahndet, weil er eine Minderjährige vergewaltigt haben soll. Wilson und die 16-Jährige hätten sich im Netz kennengelernt, bevor es zum strafbaren Geschlechtsakt kam. Er zahlte ihr dafür 500 US-Dollar, was einem Betrag von rund 428 Euro entspricht. Im US-Bundesstaat Texas gilt dies als Vergewaltigung, da die Jugendliche noch keine 17 Jahre alt war.

Nachdem die Fahndung eingeleitet wurde, trat Wilson, der sich in Taiwan befand, den Rückflug nicht mehr an. Von den Behörden wurde er jedoch kurze Zeit später festgenommen und an die USA ausgeliefert. Das Gefängnis durfte er nach einer Kautionszahlung vorerst verlassen.

Bekannt durch Liberator

Vor fünf Jahren wurde Cody Wilson mit dem 3D-Druck einer kompletten Handfeuerwaffe auf der ganzen Welt bekannt. Die 3D-Dateien für die Waffe veröffentlichte er über seine Firma Defense Distributed im Internet. Im Jahr 2014 provozierte er mit einer CNC-Waffenfräse die US-Regierung, nachdem er vorher mit der gedruckten Handfeuerwaffe „Liberator“ für Schlagzeilen sorgte.

Liberator Bauteile
Cody Wilson wurde erstmals bekannt durch seine 3D-gedruckte Waffe, den Liberator (Bild © Defense Distributed).

Die Handfeuerwaffe besteht aus Kunststoff und ist daher für Metalldetektoren nicht auffindbar. Die 3D-Pläne wurden nach Aufforderung der Behörden aus dem Internet genommen. Die 3D-Waffenpläne für ein AR15 genanntes Maschinengewehr aus dem 3D-Drucker wollte Wilson im Januar 2016 veröffentlichten. Politiker und Sicherheitsexperten schlugen darauf Alarm. Zwischen Wilson und der Justiz kam es in der Folge zu einem Rechtsstreit bezüglich des Umgangs mit 3D-Waffendateien. Wie die Politik weltweit auf die wachsende Anzahl privater 3D-Drucker reagiert können Sie hier nachlesen.

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