Die neuen Formel-1-Motoren von Ferrari sollen für die Saison 2017 mit einem neuen innovativen Kolben-Design ausgestattet werden. Bei der Entwicklung der neuen Kolben kommt auch der 3D-Druck zum Einsatz. Die Ferrari-Ingenieure sehen einige entscheide Vorteile gegenüber dem Gießverfahren.

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Nach einer peinlichen und nicht eingetroffenen Vorhersage, dass Ferrari das erste Rennen der Saison 2016 gewinnen wird, halten die Ingenieure des Ferrari Formel 1 Teams nun alle Pläne für 2017 unter Verschluss. Es gibt jedoch Berichte über die Entstehung eines neues F1-Motors mit einem neuen Kolben-Design, bei dem die Ingenieure der italienisch-niederländischen Sportwagen-Schmiede auch 3D-Druck eingesetzt haben sollen.

Am 24. Februar wird das Debüt auf Ferraris privater Rennstrecke in Fiorano, Italien sein. Es wäre auch für den 3D-Druck ein großer Schritt bei der Fertigung eines der Highend-Komponenten eines Formel 1 Fahrzeuges zum Einsatz zu kommen. Darüber hinaus verwendeten die Ingenieure statt Aluminium eine Stahllegierung für die neue Kolbenkonstruktion. Dieser Wechsel soll einen großen Fortschritt in der Leistung bringen, so hofft Ferrari. Bei extremen Temperaturen ist es wahrscheinlicher, dass Aluminium bricht, Stahl jedoch nicht.

3D-Druck macht höhere Belastbarkeit möglich

Eine weitere Besonderheit des 3D-Drucks ist es komplexe Formen ohne volle Flächen herstellen zu können, zum Beispiel eine Wabenform. Bei dieser kann die Stahllegierung leichter verwendet werden um starke und dennoch leichte Kolben zu erzeugen, entgegen z.B. dem Gießverfahren. Erst im Januar präsentierte das MIT ein Forschungsprojekt, bei dem Graphen mit einem 3D-Drucker in Wabenstruktur gedruckt wurde und eine zehnmal höhere Belastbarkeit aufwies, als Stahl. Das Karlsruher Institut für Technologie (KIT) präsentierte schon 2014 Forschungen zu dem Thema „Leichter als Wasser, stärker als Stahl“ und setzte dabei auf den 3D-Druck.

Ferrari ist außerdem in der Lage verschieden Legierungen zu verwenden, sich von traditionellen Prototyping-Methoden zu entfernen, die Produktion zu beschleunigen und Modelle schneller zu testen.
Die bisherige Verwendung war auf Kunststoff-Windkanal-Modelle beschränkt. Vielleicht können wir schon schon bald Fahrzeuge in der Formel 1 sehen, bei denen 3D-Drucker in der Fertigung ihrer Fahrzeugkomponenten zum Einsatz kamen. Ein weitere große Sportveranstaltung. Bei bei den olympischen Spielen kam der 3D-Druck schon im letzten Jahr zum Einsatz.

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