Das Projekt heißt „Hands on Search„, wird in Japan eingesetzt und ist bisher weltweit einmalig! Ein 3D-Drucker, liebevoll umrahmt von einer weißen Wolke mit großen, fühlbaren, bunten Knöpfen zur Steuerung des Geräts. Ebenfalls integriert, in das von den blinden und sehschwachen Kindern rührend als „Wundermaschine“ wahrgenomme Lerngerät, ist eine Sprachsteuerung die auf ein Repertoire von 100.000 Gegenständen zurückgreift.
„Imagine a future where the visually impaired can learn through touch, using objects 3D printed inside their classrooms“ Ben Millstein auf makerbot.com

Die Kinder äußern nach Aktivierung der Spracheingabe per Knopfdruck ihren Wunsch, welches Objekt sie einmal gerne fühlen möchten. Wird in der Einrichtung für sehbehinderte Kinder gerade das Thema Winter behandelt und eine Geschichte dazu vorgelesen, können sich die Kinder nun auf Wunsch die in der Geschichte enthaltenen Begriffe (z.B. Schneeflocke, Schneemann, Weihnachtsbaum) unmittelbar von dem 3D-Drucker erstellen lassen, deren Form erfühlen und so die Welt aus der Geschichte mit ihren Händen entdecken. Die Datenbank umfasst dafür 100.000 Begriffe und deren zugehörige 3D-Modelle.
Die Kinder gehen zum 3D-Drucker, sagen einfach zum Beispiel „Schneeflocke“ und der 3D-Drucker erstellt eine handgroße Schneeflocke.
Ein großartiges Projekt mit Vorbildcharakter

Hinter diesem herzlichen Projekt mit dem Namen „Hands on Search“ steckt die Universität Tsukuba und eines der größten Internetunternehmen YAHOO, bzw. dessen nationaler Ausleger YAHOO Japan. Anwendung findet das Projekt bisher nur an Einrichtung für sehbehinderte Kinder in Japan. Jede Einrichtung hat die Möglichkeit sich den 3D-Drucker für einen Monat auszuleihen. Danach wird die Maschine an eine andere Einrichtung weitergegeben.
Partner des Projekts ist der 3D-Drucker-Hersteller MakerBot. Als 3D-Drucker wird einer der bekanntesten und meistverkauftesten 3D-Drucker seiner Zeit eingesetzt – der MakerBot Replicator. Der 3D-Druck der Spielzeuge dauert zwar je nach Komplexität bis zu einer Stunde – Kinder und Pädagogen sind mit dem 3D-Drucker dennoch überaus zufrieden.
„Der druckt alles was ich mit den Händen anfassen will. Das ist echt cool“. Die 9-jährige Julia Mamoto im Video auf wiwo.de
Es ist zu wünschen, dass mit der Verbreitung der Idee auch andere Firmen und Geldgeber auf die Idee aufmerksam werden, um es zukünftig auch sehbehinderten Kindern anderer Staaten zu ermöglichen ihre Umwelt besser zu erschließen. Teile diesen Artikel im Internet und helfe mit bei der Verbreitung! Danke.






