Im Krankenhaus Tirschenreuth in Bayern werden verstärkt Hüftmodelle und individuelle Hüftprothesen mit dem 3D-Drucker hergestellt. Das Krankenhaus setzt damit auf eine innovative Technologie, die vor allem den Patienten nützt.

Anzeige

Das Krankenhaus Tirschenreuth setzt 3D-Drucker zur Fertigung individueller Hüftmodelle und Gelenke unter Leitung von Prof. Rudolf Ascherl ein. Wie er laut onetz.de erklärt, würde es weltweit nur wenige Kliniken geben, die mehr Becken-Teilersatz-Operationen durchführen als das bayerische Krankenhaus in Tirschenreuth. Gedruckte Teile seien längst Bestandteil des Klinikalltags, heißt es in dem Artikel.

Nach Angaben von Oberarzt Dr. Kai Wolfram aus dem Team Ascherl reicht schon ein handelsüblicher 3D-Drucker aus dem Elektrofachmarkt theoretisch aus, um damit im Bereich Endoprothetik zu arbeiten. Der Unfallchirurg und Orthopäde ist zugleich Maschinenbauingenieur.

Seit 11 Jahren befasst sich Prof. Ascherl mit dem Einsatz von 3D-Druckern in der Medizin. Basierend auf seiner umfangreichen Erfahrung begann er etwa 2014 im Krankenhaus seiner Heimatstadt mit der Arbeit und an einer fortgsetzten Weiterentwicklung des medizinischen 3D-Drucks. Der 3D-Drucker wird vorwiegend bei komplizierten Krankheitsbildern verwendet. Für zahlreiche Menschen mit massiven Hüftschädigungen sind klassische Standard-Hüftprothesen keine Option. Zur Herstellung auf den Patienten abgestimmter Prothesen sei der 3D-Druck ideal geeignet. Auch das das Helios Klinikum Hildesheim (Niedersachsen) konnte im April 2017 einer Patientin erfolgreich eine Hüftprothese aus dem 3D-Drucker einsetzen.

Verfahren im Detail

Hüfte aus dem 3D-Drucker
Dr. Kai Wolfram und Professor Ascherl vom Krankenhaus Tirschenreuth bei der Interpretation von einem 3D-gedruckten Hüftgelenk (Bild © onetz.de).

In einem ersten Schritt erfolgt die Fertigung eines Modells der geschädigten Hüfte aus Nylonmaterial. An diesem Modell sei exakt erkennbar, wie die optimal sitzende Prothese aussehen muss. Die Prothese kann basierend auf dem Modell hergestellt werden, als erstes aus Kunststoff und wenn alles sitzt aus Titan. Laut Prof. Ascherl werde auch Titan gedruckt und die Alternative dazu wäre der Guss. In der Klinik Tirschenreuth wird mit dem Guss ebenfalls gearbeitet. Seit unter Schutzatmosphäre gedruckt werde, sei das Ergebnis bezogen auf den mechanischen Eigenschaften fast wie bei Guss, erklärte Kai Wolfram.

Zur Herstellung eines Modells der Hüfte für den Körper ist ein Computertomogramm erforderlich. Hier werden auf einem Röntgenbild Schnitte mit 3 mm Abstand dargestellt und im Anschluss am Computer wieder in 3D zusammengesetzt. Auf diese Weise könne eine Hüfte auf den Zehntelmillimeter exakt dargestellt werden. Entsprechend dem Schweregrad der Schädigung dauert eine Operation zwei bis acht Stunden. Im Durchschnitt werden im Krankenhaus Tirschenreuth vier Operationen durchgeführt.

Vorteile individuell gefertigter Hüftimplantate

Nur rund vier Prozent der Patienten benötigen ein individuelles Implantat. Ziel sei es Ascherl zufolge die Spezial-Implantate im Haus selbst herzustellen. Er sei sich sicher, dass es bald Unternehmen geben wird, die Krankenhäuser mit der erforderlichen Technik ausstatten werden. Neben der Rekonstruktion des Beckenbereichs sei der 3D-Druck auch für Schädelmodelle, Gehirnteile und der Rekonstruktion in der plastischen Chirurgie von Interesse. Der Experte geht davon aus, dass die Technologie bald überall in der Medizin eingesetzt werde.

Das fertige Titan-Implantat soll künftig im eigenen Haus hergestellt werden. In diesem Fall würde es jedoch um Investitionen von 0,25 bis 0,50 Millionen Euro gehen, weshalb die Technologie finanziell gefördert werden müsste, nicht nur an großen Unis. Als ersten Schritt plant das Team um Prof. Ascherl zumindest den 3D-Druck des Modells und soll noch dieses Jahr geschehen. Die Herstellung eines Kunststoffmodells einer Hüfte dauert eine Stunde. Die Patienten kommen aus der gesamten BRD und dem europäischen Ausland. Das Team von Prof. Ascherl besteht aus sechs Mitarbeitern. Auf unserer Themenseite erfahren Sie mehr zum Einsatz von 3D-Druck in der Prothetik, sowie in unserem kostenlosen 3D-Drucker-Newsletter.

TOP 10 verkaufte 3D-Drucker der 40. Kalenderwoche 2020

Platzierung3D-DruckerAktionspreisAktion / GutscheinZum AngebotInfos zum Gerät
1Artillery Sidewinder-X1331,10 €

N4C0B46DE6DEB001

kaufenProduktvorstellung lesen
2QIDI TECH X-Max1.199,00 €Flash Salekaufen
3QIDITECH Large X-Plus687,14 €Flash Salekaufen
4Artillery GENIUS239,94 €Flash SalekaufenTestbericht
5Anycubic Chiron368,94 €Flash Salekaufen
6ANYCUBIC Mega X343,14 €Flash SalekaufenTestbericht
7ANYCUBIC Mega-S179,74 €Flash Salekaufen
8Alfawise U30 Pro237,35 €

GB720SALE194

kaufen
9Flying Bear Ghost 4S309,59 €

F5079D62CDE27001

kaufen
10Creality Ender 3153,94 €

F4FE9A937B5EB000

kaufen
OUTTRONXY X5SA327,89 €kaufen
OUTELEGOO Mars
241,37 €kaufen
OUTCreality CR-10 V2429,14 €

S4FFCD1E79A27000

kaufen
OUTEcubMaker 4 in 1545,58 €kaufen
OUTAnycubic Photon-S372,53 €kaufen
OUTANYCUBIC MEGA ZERO160,57 €kaufen
7Alfawise U30171,99 €

ALFAWISEU30T

kaufenTestbericht
OUTAlfawise U20269,6 €kaufenTestbericht
OUTNOVA3D Bene4 LCD362,30 €kaufen
OUTCreality Ender 3 V-Slot187,63 €kaufenTestbericht
OUTTRONXY D01426,39 €kaufen

Gutschein-Code funktioniert nicht? Hier melden | Alle 3D-Drucker-Gutscheine | 3D-Drucker kaufen