Das schwedische Unternehmen NorDan ist fokussiert auf die Errichtung von Gebäuden und hat jetzt in einen Großformat-3D-Drucker von BLB Industries investiert, um Fenster und Türen für Häuser mit Unterstützung des 3D-Drucks herzustellen, berichtet das US-Blog 3dprint.com. Der 3D-Drucker arbeitet mit dem FGF-Verfahren (Fused Granular Fabrication), der körnige Kunststoffe als 3D-Drucker-Material verwendet. Er kann fast alle Kunststoffarten verarbeiten. Im Jahr 2015 wurde der schwedische 3D-Drucker-Hersteller BLB Industries gegründet und bietet seither 3D-Drucker an, die ein Bauraum von 200 x 200 x 200 mm bis 5000 x 5000 x 5000 mm bieten.
Einen dieser 3D-Drucker wird NorDan im Verlauf des Frühjahrs erhalten. Er wird kommerzielle Produkte und Prototypen mit maximal 1,5 Meter Breite und 2,5 Meter Höhe fertigen. Der Großformat-3D-Drucker verarbeitet eine Vielzahl von Polymeren und Biokompositen, inklusive nicht-fossiler Rohstoffe und Polymere, die mit Holz, Stroh, Kork und Hanf vermischt sind. Wie genau der Druck erfolgen soll und welche Produkte konkret geplant sind, blieb offen.

Das Bauvolumen des von NorDan zukünftig eingesetzten Geräts beläuft sich auf 2500 x 1500 x 1500 mm bzw. 5625 Kubikmeter. Verarbeitet werden die Druckmaterialien mit einem Doppelextruder, was den Einsatz von mehr als einem Material mit nur einer Düsengröße erlaubt. Laut BLB Industries ist der großformatige 3D-Drucker hochentwickelt. Wie wir im Oktober berichteten ist Europas erstes gedrucktes Wohnhaus mit Sitz im russischen Jaroslawl bezugsfertig, welches mit Einsatz industrieller 3D-Druck-Technologie gefertigt wurde.
Die Maschine von BLB Industries wurde zur Testproduktion von Türen durchgeführt, die in den kommenden Monaten an das Werk von NorDan geliefert werden. Mit Einsatz des 3D-Druckers profitiert NorDan von einer Ersparnis bei Zeit und Kosten in der Produktion. Der Branche will das Unternehmen mit der Verwendung neuer Technologien einen Schritt voraus sein. Die Integration des 3D-Druckers in den Produktionsprozess zur Herstellung von Türen und Fenstern gibt NorDan die Chance in der Baubranche eine technologische Spitzenposition einzunehmen.
Das chinesische Unternehmen WinSun hat als neuestes Projekt aus dem Bereich der additiven Fertigung von Gebäuden ein Wartehäuschen mit einem 3D-Drucker hergestellt. Das Wartehäuschen kann in einem individuellen Design geplant und vor Ort gedruckt werden.






