Am Standort des IKV Aachen am Campus Melaten entsteht bis 2022 mit dem „Plastics Innovation Center 4.0“ (PIC 4.0) eine vollständig vernetzte Forschungs- und Entwicklungsumgebung. Das IKV möchte damit ein weltweit führendes Industrie 4.0-Zentrum der Kunststoffindustrie werden. Die entstehende Smart Factory vereint dann alle Bereiche der IKV-Forschung am Campus Melaten.

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Mit dem „Plastics Innovation Center 4.0“ (PIC 4.0) entsteht am Standort des IKV in Aachen Melaten bis 2022 eine mehr als 4.200 Quadratmeter große vollständig vernetzte Forschungs- und Entwicklungsumgebung. Dabei entstehen Kosten in Höhe von 19,5 Millionen Euro, die durch Mittel des Landes NRW und aus dem Europäischen Fonds für Regionale Entwicklung (EFRE) gedeckt werden, wie das IKV unserem 3D-grenzenlos Magazin in einer Pressemitteilung erklärte. 2016 hat das RWTH Aachen ein neues Labor zur Erforschung der Additiven Fertigung für die Industrie eröffnet.

Ganzheitlicher Ansatz

Skizze des Gesamtgebäudekomplexes des IKV nach Errichtung der neuen Gebäudeteile
Skizze des Gesamtgebäudekomplexes des IKV nach Errichtung der neuen Gebäudeteile, rechts im Bild entstehen die neuen Gebäude für das Plastics Innovation Center 4.0 (Bild © IKV).

Es wird ein ganzheitlicher Ansatz verfolgt, der Forschung und Entwicklung ebenso wie die Qualifikation von Unternehmen und Mitarbeitern im Bereich Digitalisierung in der Kunststoffverarbeitung umfasst. Das IKV möchte ein weltweit führendes Industrie 4.0-Zentrum der Kunststoffindustrie werden.

Zu Projektbeginn helfen vorbereitende Forschungs- und Entwicklungsarbeiten dabei, die bestehenden Forschungsinfrastruktur vollständig zu vernetzen. Der Aufbau einer Smart Factory wird dabei lückenlos dokumentiert. Mit Lehr- und Lernkonzepten soll der Transfer von Erkenntnissen und Forschungsergebnissen in die universitäre Lehre und in die industrielle Praxis sichergestellt werden. Zukünftige Fachkräfte lernen, wie sie Themen der Digitalisierung und der Kunststoffindustrie 4.0 praxisnahe umsetzen können.

Lösungen zu vielen Bereichen

Während der Bauphase und später im Forschungsbetrieb werden Lösungen zur umfassenden Projektdatenerfassung- und -verarbeitung bei komplexen Wertschöpfungsketten der Kunststoffverarbeitung erarbeitet. Die Bauteil- und Prozessentwicklung wird im Digital Engineering mithilfe lückenloser Simulationsketten von den ersten Bauteilanforderungen bis zur finalen Bauteilqualität virtuell abgebildet.

Die vernetzte Forschungsinfrastruktur wird zur Testumgebung für zukünftige Entwicklungen des Exzellenzclusters „Internet of Production“ der RWTH Aachen. Das PIC 4.0 hilft bei spezifischen technischen und organisatorischen Fragestellungen aus dem Praxisalltag der Kunststoffindustrie, die mit digitalisierten Prozessen verbunden sind. Innovative Technologien und Ansätze der Digitalisierung werden erprobt. Dadurch werden abstrakte Konzepte und Referenzarchitekturen der Industrie nachvollziehbar und ihr Nutzen transparent gemacht. 70 Jahre nach der Gründung des IKV werden so alle Bereiche der IKV-Forschung am Campus Melaten vereint.

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