„Future Police 1957-2057": Polizei von Abu Dhabi setzt für Verbrechungsbekämpfung auf 3D-Drucker

Die Polizei von Abu Dhabi feiert im Jahre 2057 ihr 100-jähriges Bestehen. Sie hat sich mit der Initiative „Future Police 1957-2057“ ein großes Ziel gesetzt und möchte mithilfe von 3D-Druck in Zukunft zu den wichtigsten Polizeieinheiten der Welt gehören. Die 3D-Druckinitiative, die bereits jetzt langsam umgesetzt wird, ist ein Bestandteil, um das gesetzte Ziel auch zu erreichen. Mit dem Einsatz von 3D-Druckern sind die arabischen Polizisten nicht die ersten, die sich diese zunutze machen.

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Der 3D-Druck hat sich bereits in vielen Bereichen als sehr nützlich erwiesen. Doch nicht immer wird er für das Gute verwendet. Waffen aus dem 3D-Drucker zum Beispiel sind für die Polizei zu einem Problem geworden, da diese unerkannt an Detektoren vorbeikommen, wenn man sie mit dem richtigen Material druckt. Doch nicht nur die Kriminellen, auch die Polizei macht sich nach und nach den 3D-Druck zunutze.

In den Arabischen Emiraten haben die Strafverfolgungsbehörden jetzt eine 3D-Druckinitiative gestartet, die bei der Verbrechensbekämpfung helfen und die strafrechtlichen Ermittlungen unterstützen soll. Mit Hilfe der 3D-Drucker werden Beweise der Polizei von Abu Dhabi in einer präzisen und leicht verständlichen Weise präsentiert, so dass sie mit Straftaten besser in Verbindung gebracht werden können

Abu Dhabi Polizist vor 3D Drucker
Mit 3D-Technologien möchte sich die Polizei von Abu Dhabi bis zum 100jährigen Jubiläum zur besten Polizeimannschaft weltweit mausern (Bild © Emirates 24/7 News).

Geplant ist eine „effektive Fortsetzung der Arbeit“ in der Beweisführung während des Ermittlungsverfahrens, im Gerichtssaal und bei Schulungen. Laut Brigadegeneral Al Hammadi ist es wichtig, mit den neuesten technologischen und wissenschaftlichen Innovationen Schritt zu halten. Das 3D-Druckteam der Polizei von Abu Dhabi hat bereits mehrere Proben und Knochenfragmente gedruckt, die helfen sollen, Verbrechen schneller aufzuklären. Mit dem Nachdruck von Beweisen bleiben die eigentlichen Beweisstücke sicher verwahrt. Mit der Polizei von Abu Dhabi findet der 3D-Drucker in der Forensik nicht zum ersten Mal Anwendung, wie zahlreiche weitere Beispiele hier zeigen.

Die 3D-Druckinitiative ist Teil einer Reihe strategischer Initiativen unter dem Motto „Future Police 1957-2057„, die im Vorfeld ihres 100-jährigen Bestehens entstanden ist. Generalmajor Maktoum Al Sharifi, Generaldirektor der Polizei von Abu Dhabi, unterzeichnete die „Future Policeman Charta„. Diese legt Standards fest für die Mission der Streitkräfte, mit künstlicher Intelligenz und proaktivem Denken zu einer der besten Polizeiorganisationen der Welt zu werden.

„Der Auftrag des Zukunftspolizisten ist es, auf die Schaffung einer Gemeinschaft hinzuarbeiten, die frei von Verbrechen ist und auf diese Verbrechen reagiert, die auf globalen Transformationen und Ermöglichern aufbauen“, heißt es in der Charta.

Schädel aus 3D-Drucker
Der Schädel wurde mit einem 3D-Drucker nachgebaut, um das Gesicht der Toten rekonstruieren zu können (Bild © Screenshot: YouTube/Ohio Attorney General).

Um das Ziel zu erreichen, werden auch neue Technologien erforscht, die mit den Strategien der Vereinigten Arabischen Emirate vereinbar sind. Im Zuge dessen wurden zwei Abkommen unterzeichnet. Die erste mit Digi Robotics, ein Anbieter von Robotik- und Automatisierungslösungen, und die andere mit Abu Dhabi Future Energy Company PJSC (Masdar), um die Innovationslabore der Polizei von Abu Dhabi in Masdar City zu etablieren , die weltweit nachhaltigste Ökostadt.

In der Forensik gibt es weitere erfolgreiche Beispiele für den Einsatz von 3D-Druckern: Mit der High-End-Höhle Cave hat das Stuttgarter Hochleistungszentrum eine Box zur Verfügung, in der Kriminalisten mit 3D-Druck einen Tatort nachbilden können. Und auch in Ohio hat man mit einer 3D-gedruckten Rekonstruktion des Kopfes einer Toten zur Verbrechensaufklärung genutzt. Nachdem umfangreiche Ermittlungen nicht geholfen hatten, versuchte man damit, die Identität des Opfers zu klären.

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