Projekt "Learnspaces":

Uni Siegen bringt Flüchtlingen Lasercutting und 3D-Druck bei

Das Fablab der Uni Siegen hat in zwei Workshops Flüchtlingen das Lasercutting und den 3D-Druck näher gebracht. Flüchtlinge aus sieben Ländern nahmen an dem Projekt „Learnspaces“ teil und konnten das Seminar erfolgreich mit einem Zertifikat abschließen. Die nachgewiesenen Fähigkeiten beim 3D-Druck sollen auch bei Bewerbungen der Flüchtlinge auf dem Arbeitsmarkt helfen.

In zwei Workshops lernten Schüler und Schülerinnen der Uni Siegen gemeinsam mit Flüchtlingen neben Lasercutting auch den 3D-Druck kennen. Die Teilnehmer/innen des Workshops „Lasercutting“ entwerfen zunächst mit einem CAD-Programm die 3D-Modelle kleiner Tisch-Laternen.

Die Einzelteile werden anschließend mit einem Lasercutter ausgeschnitten und zusammengesetzt. Nach dem Zusammenbau erhalten die Teilnehmer/innen ihr Tisch-Laterne für zuhause. Sieben Länder sind in dem Workshop zugegen, wie Afghanistan, Bangladesch, Syrien oder der Irak.

Erstmals wurden im Rahmen des Projekts „Learnspaces“ mit der Kreativwerkstatt „Fablab“ der Uni Siegen zwei Workshops veranstaltet, an der Flüchtlinge wie Schüler/innen zusammen teilnahmen. Der 3D-Druck stand beim zweiten Workshop im Mittelpunkt, hierbei lernten die Teilnehmer/innen den Umgang mit dem 3D-Drucker und einem 3D-Programm. Am Ende des Workshops bekamen die Teilnehmer ein Zertifikat, welches zum Beispiel bei Praktikumsbewerbungen vorgelegt werden kann. 3D-Druck als Qualifikation und Chancentreiber.

Flüchtlinge mit Objekten aus dem Lasercutter
Beim ersten Workshop lernten die Flüchlinge die Arbeit mit Lasercuttern kennen. Ergebnisse waren selbst gemachte Tisch-Lampen (Bild © Uni Siegen).

Als offene Kreativwerkstatt bietet das Fablab der Uni Siegen für die digitale Fertigung alle erforderlichen Computerprogramme und Geräte. An Hardware reicht das Angebot von CNC-Fräsen und 3D-Druckern bis hin zu Lasercuttern. Die Teilnehmer/innen erhielten professionelle Unterstützung vom Fablab-Team und dem weltweit bekannten Maker Nathan Parker aus den USA, der auch das berühmte Burning Man Festival in Nevada mitorganisiert. Er ist Gründer der Online-Plattform MakerNet.work und Mitglied der Global Innovation Gaterings (GIG), was ein internationales Netzwerk für soziotechnologische Innovationen ist.

Künftig plant das Fablab und das Projekt „Learnspaces“ weitere Workshops für Menschen mit und ohne Flüchtlingsgeschichte. Zur Zeit laufen die Vorbereitungen und es werden weitere Kooperationspartner gesucht.

Die nordrhein-westfälische Universität Siegen ist im 3D-Druck längst keine Unbekannte. Im vergangen Jahr belegte das Konzept für einen Großraum-3D-Drucker den dritten Platz bei Gruppenprojekten der Universität Siegen. Die Siegener Universität erstellte außerdem für das heimische Stadtmuseum im Frühjahr 2017 ein 3D-Stadtmodell der Stadt Siegen und druckte es anschließend mit dem 3D-Drucker aus. Seit April 2017 kann das 3D-Stadtmodell in den Räumlichkeiten des Stadtmuseums Siegen angeschaut werden. Weitere 3D-Druck-News zur Uni Siegen, weiteren Universitäten und zur Entwicklung des 3D-Drucks in Nordrhein-Westfalen erhalten Sie auch in Zukunft regelmäßig neu und aktuell im 3D-grenzenlos Magazin und unserem kostenlosen Newsletter (hier abonnieren).

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