Das britische Unternehmen Renishaw, das seit 2012 auch industrielle 3D-Drucker auf den Markt bringt, hat bekannt gegeben, dass es zum Verkauf steht. Beide Gründer Renishaws, Sir David McMurtry und John Deer, wollen aus der Firma aussteigen. Zusammen halten beide Gründer über 50% der Aktien. Als Gründe nennen die beiden scheidenden Geschäftsführer, dass es jetzt „der optimale Zeitpunkt“ wäre, aus der Firma auszusteigen.

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Logo RenishawDer britische Hersteller von Metall-Laser-PBF-Hardware-Systemen Renishaw gab auf seiner Website eine Mitteilung heraus, dass die beiden Gründer, Sir David McMurtry und John Deer, Executive Chairman bzw. Non-Executive Deputy Chairman, ihre Unternehmensanteile verkaufen möchten. Beide haben derzeit 53% des ausgegebenen Aktienkapitals und ziehen den Verkauf ihrer gesamten kombinierten Beteiligung vor. Der Verwaltungsrat von Renishaw hat verschiedene Optionen geprüft und sieht im Verkauf des Unternehmens das angemessene Prozedere.

Dem Hersteller industrieller 3D-Drucksysteme aus Großbritannien ist es wichtig, dass der Käufer das einzigartige Erbe und die Kultur des Unternehmens, sein Engagement für die lokalen Gemeinschaften, in denen seine Geschäftstätigkeit angesiedelt ist, respektieren und weiterführen, damit das Unternehmen langfristig weiter gedeihen kann.

Von der Gründung bis heute

RenAM 500Q: 3D-Metalldrucker von Renishaw (Bild © Renishaw).

Renishaw entwickelte sich nach seiner Gründung 1973 zu einem wichtigen Unternehmen für Ingenieurwesen und wissenschaftliche Technologie mit Fachkenntnissen in den Bereichen Präzisionsmessung und Gesundheitswesen. 2012 folgten die ersten AM-Systeme AM125 und AM250. Diese verfügen über eine variable Pulverabgabe, niedrigen Sauerstoffgehalt in der Bauatmosphäre und ein Filtersystem mit sicherem Wechsel. Zu den Materialien, die die ersten Renishaw-Systeme unterstützten, gehören 316L und 17-4PH SS, H13-Werkzeugstahl, Aluminium-Al-Si-12, Titan-CP, Ti-6Al-4V und 7Nb, Kobalt-Chrom (ASTM75) sowie Inconel 718 und 625.

2014 erschien das erste additive Fertigungssystem für die Teilefertigung, das anfänglich als EVO Project bezeichnet wurde. Später wurde es in RenAM 500 umbenannt. Die Maschine, die für die industrielle Einzelmaterialproduktion entwickelt wurde, hat ihre Schwerpunkte in der Automatisierung, Überwachungstechnologien und reduzierter Bedienerinteraktion. Renishaw führte ein fast vollständiges freihändiges Pulverhandhabungssystem ein. Die Pulverumwälzung, das Recycling und die Rückgewinnung in der inerten Atmosphäre des Systems schützten sowohl die Integrität des Materials als auch den Benutzer.

Mit dem RenAM 500Q folgte 2018 das nächste System, das dieses Mal einen Quad-Laser hatte. Die kompakte Maschine wurde mit vier 500-W-Lasern entwickelt. Das sollte die Produktivität verbessern und mehr Branchen ansprechen. Ende Dezember 2020 erklärte Renishaw, dass es sich auf den Ausstieg Großbritanniens aus der EU vorbereiten und sich an die neue Situation anpassen wird.

Die Gründer zum Verkauf

Sir David McMurtry, Executive Chairman von Renishaw, und John Deer, Non-Executive Deputy Chairman, kommentierten ihre Verkaufsabsichten laut der Mitteilung folgendermaßen:

„Wir sind beide dankbar für unsere anhaltend gute Gesundheit, erkennen jedoch an, dass keiner von uns jünger wird. Jetzt, in den Achtzigern, haben wir uns zunehmend Gedanken über die Zukunft unserer Beteiligungen am Unternehmen gemacht und darüber, wie wir aktiv zur Sicherung des zukünftigen Geschäftserfolgs beitragen können. In diesem Sinne haben wir uns an den Rest des Verwaltungsrats gewandt, um darauf hinzuweisen, dass wir der Meinung sind, dass es jetzt an der Zeit ist, den besten Weg zu erörtern, um dies zu erreichen.

Als Gründer von Renishaw verstehen wir die Bedeutung der Kultur von Renishaw, unseren Platz in den Gemeinden, in denen wir tätig sind, unser Engagement für Forschung und Entwicklung sowie die Loyalität unserer Mitarbeiter, unserer Lieferanten und der Kunden, denen wir dienen. Diese zusammen bilden seit fast 50 Jahren die Grundlage für unseren Erfolg. Mit dem Vorstand konzentrieren wir uns daher darauf, sicherzustellen, dass wir den richtigen neuen Eigentümer für unser Unternehmen finden – einen, der diese wichtigen Eigenschaften respektiert und weiterhin pflegt.“

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