Der Technologiekonzern Siemens schloss mit dem schwedischen Energieversorger Göteborg Energi eine Kooperationsvereinbarung. Gemeinsam wollen sie einen Weg finden, die Gasturbinentechnologie mit erneuerbaren Brennstoffen zu ermöglichen. Dabei helfen soll auch die 3D-Drucktechnologie.

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Die Gasturbinentechnologie erlaubt es den Energieversorgern, erneuerbare Brennstoffe einzusetzen. Mit 3D-gedruckten Brennern und neuen Turbinen möchte Siemens Göteborg Energi dabei unterstützen, 100% erneuerbare Brennstoffe zu nutzen. Göteborg könnte so Fernwärme aus erneuerbaren oder rückgewonnenen Energiequellen erzeugen, wie Siemens in einer Pressemitteilung erklärt.

Projekt im RYA-Blockheizkraftwerk

Das Projekt findet im RYA-Blockheizkraftwerk statt, das derzeit mit Erdgas betrieben wird. Drei Gasturbinen GT-1 SGT-800 und eine Dampfturbine ST-1 SST-900 DH werden hier mit einer Gesamtleistung von 276 MW betrieben. Durch die neuen Turbinen soll der Gasverbrauch der GT-1 SGT-800-Turbinen gesenkt werden. Der Standort wird Erdgas mit immer mehr Wasserstoff oder Biokraftstoff verbrennen und so seine Emissionen senken.

Die Gasturbinenbrenner SGT-600, -700 und -800 sollen 100% fossilfrei betrieben werden, meint Thorbjoern Fors, CEO von Siemens Distributed Generation and Oil & Gas Services Business. Bei RYA CHP wurde die erste SGT-800-Testturbine installiert und Siemens arbeitet bereits an der Validierung des gedruckten Brenners.

Gasturbine
Siemens unterstützt Göteborg Energi bei der Suche nach Lösungen zum Einsatz von 100% erneuerbaren Brennstoffen (Bild © Siemens).

Weiteres Projekt

Im August 2018 haben wir den DLE-Vormischer für die Gasturbine SGT-A05 vorgestellt, bei dem Siemens auf 3D-Druck setzt. Die additiv gefertigten Turbinenschaufeln im SGT-400 brachten Siemens 2017 einen Preis für die Anwendung des Jahres in der 3D-Druckindustrie ein. Im Juli 2019 übernahm Siemens außerdem die Rolle des Projektleiters für das Zuschussprojekt des Bundesministeriums für Bildung und Forschung (BMBF) zur industriellen Umsetzung von Digital Engineering und Additive Manufacturing (IDEA). Dabei werden entwickelte Prototypen für industrielle Produktionslinien im Gasturbinenwerk Siemens in Berlin und im MBFZ toolcraft in Georgensmünd gebaut.

Schaufeln für Gasturbine aus dem 3D-Drucker
Die additiv gefertigten Turbinenschaufeln im SGT-400 brachten Siemens 2017 einen Preis für die Anwendung des Jahres in der 3D-Druckindustrie ein (Bild © Siemens).
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