Flugzeugtechnik:

Stratasys Direct Manufacturing druckt Teile des Airbus A350 XWB

Das Unternehmen Stratasys Direct Manufacturing wurde vom Airbus mit dem 3D-Druck von Polymerbauteilen für den Airbus A350 XWB beauftragt. Welches Material zum Einsatz kommen soll und was sich der Flugzeughersteller davon verspricht, erfahren Sie in diesem Beitrag.

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Der europäische Flugzeughersteller Airbus hat das kalifornische Unternehmen Stratasys Direct Manufacturing, eine Tochterfirma der Stratasys Ltd., damit beauftragt, Polymerbauteile für den Airbus A350 XWB zu drucken. Gedruckt werden sollen nichtstrukturelle Bauteile und weitere für die Systeminstallation erforderliche Komponenten nach dem FDM-Verfahren. Als Druckmaterial wurde ULTEM 9085 gewählt.

Airbus A350 XWB
Ein Flugzeug des Typs Airbus 350 XWB, in dem von Stratasys Direct Manufacturig hergestellte 3D-gedruckte Teile verbaut werden sollen. (Bild: © AIRBUS S.A.S. 2014 – photo by master films / P. PIGEYRE)

Seine Flexibilität in der Lieferkette will Airbus mit Einsatz des 3D-Drucks vergrößern, die Kosten bezüglich der Wettbewerbsfähigkeit verbessern und von den Vorteilen eines geringeren Materialverbrauchs sowie der damit verbundenen kleineren Abfallmengen profitieren. Die Bauteile für den Airbus A350 XWB kann Stratasys Direct Manufacturing auf Anfrage direkt drucken und zeitnah liefern. Die Pluspunkte spiegeln sich für den Flugzeughersteller in einer erhöhten Reaktionsschnelligkeit, kürzeren Durchlaufzeiten und niedrigeren Lagerhaltungskosten wieder.

3D-gedrucktes Teil einer Bremse
3D-gedrucktes Teil für das Airbus A350 XWB Bremssystem. (Bild: © stratasysdirect.com)

Im Jahr 2013 startete die Zusammenarbeit zwischen Airbus und Stratasys. Das ULTEM 9085 Druckmaterial wurde 2014 für die Fertigung von Bauteilen für Flugzeuge von Airbus qualifiziert. Seit 2015 installierte Airbus tausende gedruckte Bauteile in seine Flugzeuge. Die Bauteile wurden per FDM-Verfahren gedruckt.

Stratasys Direct Manufacturing ist eine Dienstleistungsgesellschaft mit den Schwerpunkten 3D-Druck und moderne Fertigungsverfahren. Die indirekte Tochterfirma von Stratasys verwendet neueste Technologien und verfügt über Jahrzehnte an Erfahrung auf diesem Sektor. Der Dienstleister beschäftigt über 500 Mitarbeiter an sechs Standorten in den USA.

Der Flugzeughersteller Boom Supersonic mit Fokus auf Überschalljets vereinbarte Anfang Juli 2017 eine technische Partnerschaft mit Stratasys. Im Rahmen der Partnerschaft sollen Flugzeugteile mittels FDM-Verfahren für einen neuen Hochgeschwindigkeitsjet gefertigt werden. Der 3D-Druck von Stratasys unterstützt zudem die deutsche Weltraumforschung bei der Marsmission.

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