Wie viele andere Unternehmen aus der 3D-Druckbranche ist auch Stratasys auf der International Paris Air Show im Messegelände von Le Bourget vertreten. Stratasys stellt die additive Fertigung im Bereich Luft- und Raumfahrt vor, inklusive einer neuen Lösung zum 3D-Druck von Flugzeuginnenraumteilen.

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Das Unternehmen Stratasys stellt basierend auf seinem leistungsstarken FDM-3D-Drucker Fortus 900mc eine neue Lösung für die Herstellung von Flugzeuginnenteilen auf der Pariser Messe vor. Die Teile müssen von den Unternehmen FAA und EASA zertifiziert werden, um verwendet werden zu können. Dabei geht es um Sicherheitsstandards und Auflagen, die eingehalten werden müssen. Ziel ist es, diese Prozedur zu vereinfachen um das Potential des 3D-Drucks ausschöpfen zu können.

Das US-Unternehmen verspricht mit seinem Fortus 900mc 3D-Drucker, den auch Siemens nutzt und die brasilianische Luftwaffe, industrielle Stabilität und eine lange Lebensdauer. Verwendet wird als Druckmaterial das ULTEM 9085, ein thermoplastisches Harz, das die Anforderungen für die Luft– und Raumfahrt erfüllt. Entflammbarkeit, Rauchbildung und Toxizität sind dabei wichtige Indikatoren.

Fortus 900mc 3D-Drucker
Der 3D-Drucker Fortus 900mc von Stratasys (Bild © Stratasys).

Für diese Lösung von Stratasys wurde die Soft- und Hardware überarbeitet und speziell für den 3D-Druck von Flugzeugteilen angepasst.

Scott Sevcik, Leiter der Luft- und Raumfahrt, Verteidigung und Automotive Solutions, Stratasys, sagt: „Mit der neuen Stratasys Fortus 900mc Aircraft Interiors Certification Solution, verschwinden große Hindernisse und machen es viel einfacher, Lufttaugliche Flugzeugteile mit dem 3D-Druck herzustellen,  Wiederholbarkeit und Leistung wird dabei verbessert.“

Momentan befindet sich das Program von Stratasys im Qualifikationstest unter FAA-Aufsicht. Beauftragt hat Stratasys damit das NIAR (Wichita State University’s National Institute of Aviation Research). Die Tests sollen bis September 2017 abgeschlossen sein, danach folgt ein ausführlicher Bericht. Wenn die Stratasys-Lösung erfolgreich ist, können die Vorteile der 3D-Drucker für die Luft- und Raumfahrt noch weiter hervorgehoben werden, sind sich die Initiatoren sicher.

Insgesamt können Unternehmen Lager- und Produktionskosten sparen. Die 3D-gedruckten Teile besitzen ein geringeres Gewicht, bei gleichbleibenden Eigenschaften und Qualität. Somit sollen die komplexen EASA- und FAA-Zertifizierungen beendet werden.

Die Pariser Messe findet noch bis 25.6.2017 statt und bietet weitere große Namen der Branche. Sie ist sicher einen Besuch wert. Wenn Sie jedoch keine Möglichkeit für einen Besuch haben, berichten wir weiter für Sie. (Newsletter abonnieren)

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